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Aufruf zu Protesten gegen Pegida – Online-Petition für Demo-Verbot

9. November Aufruf zu Protesten gegen Pegida – Online-Petition für Demo-Verbot

Gegen die islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bewegung gibt es auch in ihrer Hochburg Dresden weiter Widerstand. Linke-Parteichef Rico Gebhardt rief zum Protest gegen die selbsternannten „Patriotischen Europäer“ auf, eine Online-Petition sammelt Unterschriften für ein Demo-Verbot am Montag.

Quelle: Screenshot

Dresden. Gegen die islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bewegung gibt es auch in ihrer Hochburg Dresden weiter Widerstand. Am Sonntag rief Linke-Parteichef Rico Gebhardt zum Protest gegen die selbsternannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) auf. Gebhardt bat Bürger, sich dem Bündnis „Herz statt Hetze“ anzuschließen.

Hintergrund ist der für diesen Montag geplante Pegida-Aufmarsch auf dem Dresdner Theaterplatz. Kritiker verweisen auf den historischen Kontext. Am 9. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen. In aufgepeitschter Stimmung wurden Bürger zum Mob. „Dass ausgerechnet an einem 9. November Worte voller Hass durch die Straßen Dresdens schallen sollen, ist für mich unerträglich“, sagte Gebhardt.

Im Internet wurden am Wochenende Unterschriften für eine Online-Petition gesammelt, mit der ein Verbot der Pegida-Kundgebung gefordert wird. „Wir bitten die Stadt Dresden darum, dass wenigstens an diesem historisch bedeutsamen Tag die seit über 12 Monaten wöchentlich stattfindende rassistische Pegida Demonstration untersagt oder an den Stadtrand verlegt wird“, heißt es in dem Aufruf.

Die Organisatoren der Petition erinnerten daran, dass gerade der Dresdner Theaterplatz, der in der NS-Zeit Adolf-Hitler-Platz hieß, dem Nazi-Regime für große Aufmärsche diente. Sie sprechen sich dagegen aus, dass „dieser geschichtsträchtige Ort erneut die Kulisse für Menschenverachtung und Rassismus“ werden soll. Pegida-Kundgebungen fanden in den vergangenen Wochen dort regelmäßig statt.

Change.org veröffentlichte auch einen Brief des Dramaturgen Robert Koall vom Dresdner Staatsschauspiel. „Die Stadtverwaltung hat nun entschieden: Am Montag, dem 9. November, darf die Veranstaltung „Herz statt Hetze“ nicht auf dem Theaterplatz stattfinden. Der Platz wird stattdessen Pegida zugesprochen. Entweder, die Stadtverwaltung ist auf kaum zu begreifende Weise gedankenlos und geschichtsvergessen. Oder sie tut das wissend und willentlich“, kritisierte Koall.

dpa

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