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Aufholjagd trägt erste Früchte: Kraftwerk Mitte soll pünktlich übergeben werden

Aufholjagd trägt erste Früchte: Kraftwerk Mitte soll pünktlich übergeben werden

„Die Vorfreude ist groß“, sagt Mario Radicke. Der Technische Direktor der Staatsoperette Dresden geht auf der Baustelle im Kraftwerk Mitte ein und aus.

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Die Bauarbeiten am Kraftwerk Mitte.

Quelle: Stephan Lohse

„Es ist jedes Mal ein komisches Gefühl, wenn ich wieder in unser kleines Häuschen nach Leuben fahre“, sagt er. Die Dimensionen des Theaterneubaus auf dem Kraftwerksgelände sind gewaltig. Der Hochbau hat längst begonnen, die Bühnentürme für Operette und Theater Junge Generation nehmen Konturen an.

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Auch im künftigen Gebäude der Intendanz haben die Arbeiten begonnen

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„Einen Monat haben wir dank des nicht vorhandenen Winters geschafft. Einen Monat müssen wir beim Rohbau packen, einen Monat beim Innenausbau“, rechnet Florian H. Brandenburg vor, Projektleiter für den Theaterneubau bei der Kommunalen Immobilien Dresden GmbH & Co. KG (KID). Massive Betonfundamente im Erdreich hatten den Zeitplan auf den Kopf gestellt, drei Monate gingen beim Aushub der Baugrube verloren (DNN berichteten).

„Die Aufholjagd läuft auf Hochtouren“, so der Projektleiter. 160 Bauleute arbeiten täglich in zwei Schichten von 6 bis 22 Uhr auf dem Kraftwerksgelände. „Ich bin optimistisch“, sagt Operetten-Intendant Wolfgang Schaller, „auf einer Baustelle kann zwar noch viel passieren, aber ich glaube, wir schaffen es.“ Was heißen würde: Im August 2016 erhält der Intendant die Schlüssel, im Dezember geht die erste Aufführung über die nagelneue Bühne.

Für die Bretter, die die Welt bedeuten, werden laut KID-Geschäftsführer Axel Walther bald die Beläge ausgesucht. „Wir wollen in Cotta auf einer Probebühne fünf verschiedene Holzsorten testen“, kündigt Walther an. Da die Kulissen vielfach schwere Stahlkonstruktionen seien, würden besondere Anforderungen an den Belag gestellt. „Wir müssen einen aussuchen, der den Belastungen gewachsen ist.“

Der 700 Besucher fassende Saal der Operette ist schon deutlich zu erkennen. Der Orchestergraben zeichnet sich schon ab, die Rohbauten für die Ränge sind fertig. Das Dach fehlt noch, Kulturbürgermeister Ralf Lunau schaute sich am Freitag beim Vor-Ort-Termin aber schon mal nach einem Platz für einen Dienstsessel um, wie er scherzhaft erklärte. „Ich bin beeindruckt von der Größe des Gebäudes. Die Raumstruktur lässt sich schon deutlich erahnen. Wir sind auf einem guten Weg“, findet Lunau.

„Wir sind mit dem Rohbau wirklich schon sehr weit“, bestätigt Brandenburg und verweist auf den Bühnenturm der Operette, der schon zur Hälfte steht. 32 Meter wird das Bauwerk einmal hoch sein, der Bühnenturm für das tjg ist bei zehn Metern angekommen. 28 Meter Höhe soll er haben. Der langgezogene Neubau für das Theatergebäude muss dagegen noch um eine Etage wachsen.

Aber nicht nur auf dem Kraftwerksgelände geht es voran. Der Neubau der Theaterwerkstätten in Cotta soll im April beginnen, so Walther. Der Bauantrag sei bereits eingereicht worden.

Thomas Baumann-Hartwig

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