Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 1 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Auf dem Weg zur Erinnerungsstätte Busmannkapelle

Auf dem Weg zur Erinnerungsstätte Busmannkapelle

Moritz Christian von Brandenstein - gestorben 1632 - und Sophia Elisabeth von Rumohr - gestorben 1661 - sind die ersten beiden Vertreter sächsischer Adelsgeschlechter, deren Grabplatten jetzt in die Gedenkstätte Busmannkapelle transportiert worden sind.

Voriger Artikel
Im "Lindenhof" laufen die Vorbereitungen für die Unterbringung von 30 weiteren Flüchtlingen
Nächster Artikel
Neues Wohnhaus am Bienertpark in Dresden-Naußlitz

Die ersten zwei Grabplatten sind bereits im Untergeschoss angekommen. Weitere zehn werden im Laufe der Woche folgen.

Quelle: Norbert Neumann

Dresden.

Ihre wappenverzierten Grabsteine wurden von Steinrestaurator Andreas Muth aus Zwickau gereinigt und konserviert und in das Untergeschoss der künftigen Erinnerungsstätte gehievt. Weitere zehn dieser gewichtigen Sandstein-Epitaphien werden im Laufe der Woche noch aus dem Depot des Stadtmuseums, aus dem Lapidarium und dem Landesamt für Denkmalpflege angeliefert.

Wie die DNN bereits berichteten, müssen die historischen, teils stark beschädigten Grabsteine aus der ehemaligen Sophienkirche in das Untergeschoss eingebracht werden, bevor die Montage der Wendeltreppe beginnt. "Die Platten werden nicht restauriert", betont Peter Schumann von der Fördergesellschaft Sophienkirche/Busmannkapelle. "Sie sollen mit ihren Beschädigungen zum Nachdenken anregen und Vergänglichkeit zeigen." Nach dem Einbau der Treppe und der Fertigstellung des Fußbodens werden die Platten später auf Steinsockeln aufgerichtet, je sechs an jeder Seite des Raumes.

Insgesamt stehen für die Aktion Grabplatten rund 30000 Euro Spendenmittel durch die Fördergesellschaft und die Marlis-Kressner-Stiftung zur Verfügung, so Schumann. Jeder Stein konnte mit 1200 Euro durch Spender adoptiert werden. Auf diese Weise kamen sieben Einzelstiftungen und einige Gruppenstiftungen zusammen, freut sich der Vereinsvorsitzende. Ein Stein sei jetzt noch übrig. Aber auch für die Aufsockelung seien weitere Spenden herzlich willkommen. Später werde dieser unterirdische Bereich der Gedenkstätte Busmannkapelle ein offener Rückzugsort für alle Religionen sein. "Außer den christlichen Zeugnissen durch die Bildwerke wird es keine weiteren christlichen Symbole geben", sagt Schumann.

Ein Blickfang hier unten ist künftig eine Wand aus originalen Mauersteinen der Sophienkirche. Davor soll ein Glastisch für den Projektor stehen, der für Vorträge zum Einsatz kommt. Der Tisch wird auf zwei großen, geborgenen Steinen ruhen, die beim Ausheben der Baugrube unter sechs Metern Schutt aufgefunden worden sind.

Zunächst aber folgt in den nächsten Tagen der Einbau der Wendeltreppe aus gefaltetem Stahlblech. 19 Stufen sind es bis zum Erdgeschoss und weitere 31 bis zur Empore und der Ausstellungsplattform. Danach soll das Bauwerk noch vor dem Winter eingeglast werden. Schumann schaut schon voraus auf künftige Veranstaltungen in der Gedenkstätte. Mit dem Betreiber Bürgerstiftung sei man sich einig, dass diese ohne Eintritt, auf Spendenbasis, stattfinden sollen.

www.busmannkapelle.de

(Foto: Neumann)

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.09.2015

Genia Bleier

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
30.04.2017 - 13:27 Uhr

Souveräner Heimerfolg der Veilchen gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.