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Auf dem Königsweg: Bernhard Maaz wurde gen München verabschiedet

Auf dem Königsweg: Bernhard Maaz wurde gen München verabschiedet

Abschiede sind Zeiten warmer Worte. Nicht immer, aber oft genug. Gestern war es ganz sicher der Fall. Bernhard Maaz, bisheriger Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister und des Kupferstich-Kabinetts, wurde nach gut fünf Jahren von seinen Kollegen verabschiedet.

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Bernhard Maaz gestern in der Dresdner Schlosskapelle.

Quelle: Stephan Floss

Dazu waren am Nachmittag rund 100 Gäste in die Schlosskapelle gekommen, darunter auch Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD). Maaz wird die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) verlassen und zum 1. April neuer Direktor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (DNN berichteten). Er war 2009 von Berlin nach Dresden gekommen.

Kollegen und Freunde gaben ihm gestern zahlreiche gute Wünsche mit für den Wechsel von Freistaat zu Freistaat. SKD-Generaldirektor Hartwig Fischer würdigte Maaz als "hoch erfahrenen, leistungsstarken Organisierer und ausgezeichneten Wissenschaftler". Kurz darauf erklärte er den Namen des Kollegen anhand passender Begriffe, die ihn beschrieben: Museum, Arbeit, Abenteuer, Zukunft. Abschließend wünschte er Maaz für seinen neuen Job, in Anspielung auf ein passend dazu eingespieltes Foto, "dem bajuwarischen Löwen etwas Feuer unterm Arsch zu machen". Maaz wird in München vor allem die drei Pinakotheken leiten.

Der Germanist Ernst Osterkamp würdigte in seiner Rede Maaz wiederum vor allem als Kunstschriftsteller, der den Königsweg jeglicher kunst- und literaturwissenschaftlicher Arbeit gehe: über die Reflektion eines Werks eine ganze Epoche zu erschließen.

Noch persönlicher wurde Uta Neidhardt, Konservatorin für niederländische Malerei. Sie erinnerte an gemeinsame Studientage in Leipzig und vor allem an Exkursionen ins damalige Leningrad, wo Maaz sie einmal aus einer durchaus prekären Lage befreit habe. Neidhardt hat zusammen mit Maaz die durch den Umbau der Sempergalerie notwendig gewordene und viel gelobte Neuhängung der Alten Meister verantwortet.

Maaz selbst sprach von "fünf reichen Jahren" in Dresden. Er habe hier den Blick weiten dürfen und werde der Stadt verbunden bleiben, sagte er. Sein Resümee: "Man muss nicht alles selber machen, aber man muss ermöglichen."

Maaz' Nachfolger wird aber keinen doppelten Direktorenposten mehr einnehmen. Die Ämter an der Spitze der Alten Meister sowie des Kupferstich-Kabinetts sollen wieder getrennt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.03.2015

Torsten Klaus

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