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Auch Schulung für Dresdner eKita-System verzögert sich

Auch Schulung für Dresdner eKita-System verzögert sich

Die Probleme um das neue elektronische Verteilsystem für Kita-Plätze, das am 1. Juli starten sollte, reißen nicht ab. Inzwischen bestehen kaum noch Zweifel, dass sich der Start des Programms "eKita" spürbar verzögern wird.

Und die dahinter stehenden Datenschutz-Probleme sind so gravierend, dass der Kita-Eigenbetrieb wahrscheinlich auch die für Juni geplanten Schulungen der Mitarbeiter freier Kitas ebenfalls wird verschieben müssen. Das räumte Kita-Eigenbetriebs-Leiterin Sabine Bibas ein. Vor allem von den Grünen hagelt es Kritik - die Fraktion will nun Akteneinsicht beantragen, um die Schuldfrage zu klären.

Bereits vor drei Jahren hatten sich städtische und freie Kitas darauf geeinigt, Kita-Plätze in Dresden künftig zentral per Internet zu verteilen, um die ohnehin knappen Kapazitäten besser auszulasten und Mehrfacharbeit zu minimieren. Eigentlich sollte das System Anfang 2013 scharf geschaltet werden, die Auswahl eines geeigneten Systems zog sich jedoch in die Länge, zuletzt war vom 1. Juli als Starttag die Rede. In Vorbereitung darauf wurden die Eltern aufgefordert, ihre Platzwünsche für freie Kitas jetzt erstmal schriftlich beim städtischen Kita-Betrieb anzumelden, die alten Wartelisten sollten gelöscht werden.

Inzwischen haben sich neue Datenschutzprobleme herauskristallisiert: Die Stadt hätte nämlich mit den Trägern aller rund 200 freien Kitas "Auftrags-Datenverarbeitungs"-Verträge abschließen müssen, diese liegen aber nicht vor. Als neueste Konsequenz daraus wurde nun bekannt, dass der Eigenbetrieb ohne diese Verträge noch nicht einmal mit der Schulung der freien Kindergärtnerinnen am neuen System beginnen kann. Bibas will darüber allerdings in der kommenden Woche mit dem sächsischen Datenschutzbeauftragten verhandeln.

Die Grünen mutmaßen die Schuld für das Desaster vor allem beim IT-Eigenbetrieb unter Michael Breidung und dessen Chef, Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Sie kündigten an, Akteneinsicht zu beantragen. "Warnsignale gab es im Vorfeld genug", ärgerte sich Stadtrat Thomas Trepte (Grüne).

Die eKita-Lenkungsgruppe arbeitet nun fieberhaft an Übergangslösungen. Elternanträge sollen durch das momentane Chaos aber nicht verloren gehen, versicherte Bibas.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.05.2013

hw

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