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Attacke auf Reisegruppe in Äthiopien - Touristen hatten offenbar bei Dresdner Reisebüro gebucht

Attacke auf Reisegruppe in Äthiopien - Touristen hatten offenbar bei Dresdner Reisebüro gebucht

Bei dem brutalen Überfall auf eine Reisegruppe in Äthiopien sind nach Angaben der Regierung in Addis Abeba zwei Deutsche und ein Österreicher getötet worden.

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Ein Mann vom Stamme der Afar ist mit einem Gewehr bewaffnet und beobachtet die Wüste um den Ort Hadar im Afar-Dreieck aus Sorge vor Übergriffen durch einen verfeindeten Clan.

Quelle: dpa

Zwei weitere Opfer stammten aus Ungarn. Dies sagte Regierungssprecher Bereket Simon am Mittwoch. Die teilnehmenden Deutschen hatten die Reise offenkundig beim Dresdner Reiseveranstalter Diamir gebucht. Das Auswärtige Amt wollte dies auf Anfrage von DNN-Online am Mittwoch jedoch noch nicht bestätigen.

Das Unternehmen teilte auf seiner Internetseite mit, dass es den Zwischenfall außerordentlich bedaure und mit allen zuständigen Stellen fortwährend in engem Kontakt stehe. Betroffene und deren Angehörige würden betreut. Unklar blieb auch, wie viele Urlauber über den Dresdner Veranstalter in das ostafrikanische Land gereist waren.

Diamir hat nach eigenen Angaben die betreffende Reise nach Äthiopien seit 2006 im Programm und mehrmals pro Jahr durchgeführt. „Bis zum gegenwärtigen Zwischenfall hatte Diamir keinerlei Hinweise darauf, dass die Sicherheit der Gäste in der Region infrage stehen könnte", hieß es in der Internet-Mitteilung. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls habe weder für Äthiopien noch für Teile des Landes eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes in Berlin bestanden. Für alle weiteren Anfragen verwies das Büro ans Auswärtige Amt.

Wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes mitteilte, gibt es seit September 2007 einen Sicherheitshinweis für die Region, der auch warnt, dass Überfälle und Entführungen möglich sind. Es handele sich aber nicht um eine Reisewarnung. diese werde nur herausgegeben, wenn akute Gefahr für Leib und Leben bestehe.

Bei dem Überfall waren nach Angaben eines Sprechers der äthiopischen Regierung in der Nacht zum Dienstag fünf Touristen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Zwei weitere Deutsche seien verschleppt worden. Das sächsische Landeskriminalamt hat bisher keine Erkenntnisse, ob Reiseteilnehmer aus Sachsen betroffen sein könnten. Entführt worden seien neben zwei Deutschen ein äthiopischer Polizist, der die Gruppe beschützen sollte, und ein äthiopischer Fahrer. Zwei weitere Touristen aus Italien und Ungarn wurden verletzt. Vom Auswärtigen Amt gibt es dazu noch keine Bestätigung, man gehe dem Sachverhalt aber mit Hochdruck nach.

Der Überfall hatte sich in der Nacht zum Dienstag in der Danakil-Senke unweit der eritreischen Grenze ereignet. Bei den Tätern habe es sich um von der eritreischen Regierung ausgebildete Banditen gehandelt, sagte der Sprecher weiter. Die Opfer seien erschossen worden. Simon bezog sich bei seinen Angaben auf äthiopische Sicherheitskräfte. In Berlin und Wien tagten Krisenstäbe.

Nach den Zeitungsberichten geschah der Überfall auf die Reisegruppe in der Nähe des Vulkans Erta Ale in der Danakil-Wüste. Die Region ist einer der tiefsten Orte der Erde und wird vom Nomadenvolk der Afar bewohnt. Die Region ist extrem unwirtlich, heiß und arm, aber auch von großer landschaftlicher Schönheit.

In dem Gebiet waren 2007 fünf europäische Geiseln - vier Briten und eine Französin - entführt und nach knapp zwei Wochen unbeschadet gegen Lösegeld wieder freigelassen worden. Auch 2008 gab es mehrere Überfälle auf Reisegruppen.

dpa / DNN-Online

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