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Asylunterkunft am Flughafen wird zur "Weihnachtsreserve"

Leichtbauhallen sind bezugsfertig Asylunterkunft am Flughafen wird zur "Weihnachtsreserve"

Die Leichtbauhallen am Dresdner Flughafen sind fertig errichtet, sollen aber vorerst noch nicht von Flüchtlingen bezogen werden. Sie dienen als sogenannte Weihnachtsreserve, so Peter Darmstadt, Abteilungsleiter in der Sächsischen Landesdirektion.

Quelle: jv

Dresden. Die Leichtbauhallen am Dresdner Flughafen sind fertig errichtet, sollen aber vorerst noch nicht von Flüchtlingen bezogen werden. Sie dienen als sogenannte Weihnachtsreserve, so Peter Darmstadt, Abteilungsleiter in der Sächsischen Landesdirektion. Vor Jahresende rechnet die Landesdirektion nicht mit einer Inbetriebnahme. Dresden soll in der Woche nach Weihnachten 700 Asylbewerber zugewiesen bekommen. Wann die Halle belegt werden, hängt von den aktuelleren Zahlen der ankommenden Flüchtlinge ab. 

Eindrücke aus der neuen Asylunterkunft am Dresdner Flughafen

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Die Hallen bieten Platz für 600 Personen. Insgesamt stehen auf dem Gelände an der Flughafenstraße zwölf Unterbringungshallen, in denen je 50 Menschen unterkommen können. In jeder Halle gibt es zehn Zimmer mit je fünf Betten und ein Gemeinschaftszimmer. Die Zimmer werden mit Heizgebläsen beheizt und verfügen über gedämmte Fenster. Sie sind von innen nicht verschließbar, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten, erklärte Peter Darmstadt. Dennoch sollen die Zimmer für ein wenig mehr Privatsphäre für die Menschen sorgen, zumal die Landesdirektion nach eigenen Angaben die Tendenz feststellt, dass mehr Familien als alleinstehende Männer in Deutschland eintreffen.

Außerdem finden sich auf dem Gelände eine Versorgungshalle zur Essensverteilung und zwei Sanitärhallen, so die Landesdirektion. Im Schnitt müssen sich 25 Asylbewerber eine Toilette teilen, so will es der Schlüssel, erklärt Landesdirektionssprecher Ingolf Ulrich. Ein Raum wird als Medizinstützpunkt eingerichtet, jederzeit sind Sanitäter und Krankenschwestern vor Ort. Geschützt wird das Areal rund um die Uhr von 16 Mitarbeitern des Wachschutzes.

Die Leichtbauhallenbauweise stammt nach Angaben des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) aus dem Bereich der Industrie und sei für die Unterbringung der Flüchtlinge besser geeignet als die Container. Jede Halle besteht aus einem Aluminiumrahmen, deren Stabilität mit Zugseilen verstärkt wird. Die Seitenwände bestehen aus gedämmten Paneelen.  Zu den Kosten für die Leichtbauhallen konnte der SIB am Freitag noch keine Angaben machen.

Betreut werden die Flüchtlinge auch in dieser Dresdner Einrichtung vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Die Unterkunft ist damit die achte im Stadtgebiet, so DRK-Sprecher Kai Kranich. Ingesamt betreut das DRK damit rund 11.800 Flüchtlinge in ganz Sachsen.

Um diese Aufgabe stemmen zu können, benötigt das DRK dringend Unterstützung, erzählt sein Sprecher. Winterkleidung und vor allem Winterschuhe für Männer, aber auch Kleidung für Frauen und Kinder können in der Kleiderkammer des DRK an der Klingerstraße abgegeben werden. Dringend sucht das Rote Kreuz auch zusätzliche Mitarbeiter und freut sich über Bewerber vor allem mit medizinischen Kenntnissen.

Am Freitagnachmittag hatte die Landesdirektion Anwohner und interessierte Bürger zu einem Rundgang auf das Gelände eingeladen. Zahlreiche Dresdner folgten der Einladung, sich selbst ein Bild zu machen. Unter einem großen Aufgebot von Wachschutz-Mitarbeitern führten DRK und Landesdirektion die Menschen durch die Unterkünfte und beantworteten Fragen der Besucher. Zu hören waren die üblichen Fragen nach dem Sicherheitskonzept und der vermeintlich zu befürchtenden Kriminalität. Die Mitarbeiter der Hilfsorganisation und Peter Darmstadt von der Landesdirektion bemühten sich nach Kräften, über die Rechte und die Pflichten der Flüchtlinge aufzuklären. Präsenz zeigte die Klotzscher Bürgerinitiative "Brücken schaffen", die für die Asylbewerber Koch- und Deutschkurse organisiert und sich für die Integration der Menschen im Stadtteil einsetzt.

jv

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