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Asylbewerberheim in Dresden-Löbtau öffnet im Februar 2015 – Bürger engagieren sich für Willkommenskultur

Asylbewerberheim in Dresden-Löbtau öffnet im Februar 2015 – Bürger engagieren sich für Willkommenskultur

Das Asylbewerberwohnheim an der Tharandter Straße soll am 2. Februar 2015 in Betrieb gehen. Das teilte Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) am Freitag mit.

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Anfang Februar 2015 sollen 40 Asylbewerber in das Wohnheim an der Tharandter Straße einziehen.

Quelle: Tanja Tröger

Es ist damit das erste der zwölf neuen Heime, deren Einrichtung der Stadtrat in der vergangenen Woche beschlossen hat. Am 30. Januar können sich interessierte Dresdner das neue Wohnheim bei einem Tag der offenen Tür ansehen. Außerdem können sich die Besucher nicht nur über das Betreiber- und Sicherheitskonzept informieren, sondern auch über Möglichkeiten, sich ehrenamtlich bei der Betreuung der Flüchtlinge zu engagieren.

In dem dreistöckigen Haus an der Tharandter Straße 8 sollen 40 Personen unterkommen. Derzeit wird das frühere Bürogebäude so umgebaut, dass man darin wohnen kann. Das Heim wird interimsweise von der Human Care GmbH betrieben, die schon Häuser an der Bauhof- und Leipziger Straße führt und mit der die Stadt Dresden „sehr gute Erfahrungen“ gemacht habe. Parallel dazu wird die Stadtverwaltung den Betrieb des Übergangswohnheimes ordnungsgemäß ausschreiben.

Löbtauer engagieren sich für Flüchtlinge

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In der Löbtauer Hoffnungskirche gründete sich das Willkommens-Netzwerk, und dort findet am 28. Januar 2015 auch die Podiumsdiskussion mit Sozialbürgermeister Martin Seidel statt.

Quelle: Tanja Tröger

Um den Flüchtlingen das Leben am neuen Wohnort zu erleichtern, haben Löbtauer Bürger Anfang Dezember das Netzwerk „Willkommen in Löbtau“ gegründet. Vertreter verschiedener Kirchen, Parteien, der Löbtauer Runde, und der Nachbarschaftsinitiative erarbeiten Ideen, wie Willkommenskultur im Stadtteil aussehen soll und welche Projekte umgesetzt werden können. So sollen sich beispielsweise Asylbewerber und Löbtauer Bürger kennenlernen und austauschen können. Die Netzwerker wollen zudem eine Informationsbroschüre drucken und an 5000 Haushalte verteilen.

Für den 28. Januar 2015 plant das Löbtauer Netzwerk eine Podiumsdiskussion in der Hoffnungskirche, zu der Bürgermeister Seidel erwartet wird. Ab 19 Uhr werden die Einwohner des Dresdner Westens Gelegenheit haben, sich zum Thema Asyl und Flüchtlingsunterkünfte zu informieren und ihre Fragen loszuwerden.

Wohnheime in Laubegast und Pappritz öffnen bis März 2015

Im Laufe des Februars sollen auch die neuen Übergangswohnheime an der Gustav-Hartmann-Straße 4 in Laubegast und am Wachwitzer Höhenweg 1a in Pappritz in Betrieb gehen. Ob der Termin gehalten werden kann, sei allerdings nicht sicher, ließ die Stadt verlauten. Gegner der Wohnheime haben angekündigt, gegen die Umnutzungsgenehmigung Widersprüche und Klagen einzureichen. Bis Februar müssen die zuvor als Hotels betriebenen Häuser noch an die künftige Nutzung angepasst werden. Vor allem im Pappritzer Heim muss in den Brandschutz investiert werden. In Laubegast sollen maximal 94, in Pappritz 60 Flüchtlinge unterkommen.

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Durch den erhöhten Bedarf an Plätzen muss Dresden auch mehr Geld ausgeben.

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Für das Übergangswohnheim an der Lockwitztalstraße 60 wurde in dieser Woche der Mietvertrag unterschrieben. Das Haus muss ebenfalls noch umgebaut werden, ehe es ab Juli 2015 Platz für 72 Asylbewerber bieten kann.

Ob und wann das geplante Flüchtlingsheim im Stetzscher "Lindenhof" eingerichtet wird, ist bislang nicht klar.

Die Planungen für die sechs Neubauprojekte in Cotta, Naußlitz, Plauen, Dobritz und Klotzsche sollen im neuen Jahr beginnen.

Dresden nimmt 2014 exakt 1313 Flüchtlinge auf

Im Jahr 2014 hat die Stadt Dresden genau 1313 Flüchtlinge aufgenommen – also weniger als die maximal angekündigte Zahl von 1444. Erstmals seit drei Jahren wurde die Maximalquote nicht ausgeschöpft. „Nach aktueller Information wird uns die Landesdirektion Sachsen in den letzten Tagen des Jahres auch regulär keine weiteren Asylbewerber zuweisen“, sagte Bürgermeister Seidel. Insgesamt leben derzeit 1908 Flüchtlinge in Dresden, davon sind 1788 in den Wohnheimen und 300 Wohnungen der Stadt untergebracht.

ttr

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