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Ardenne: Kein Personalabbau in Dresden geplant

Turbulenzen Ardenne: Kein Personalabbau in Dresden geplant

Nach den Turbulenzen um den Führungswechsel bei der Von Ardenne GmbH in Dresden ist das Unternehmen jetzt Spekulationen über einen massiven Personalabbau entgegengetreten. In einer schriftlichen Stellungnahme blieben jedoch viele Fragen offen.

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Die Produktionsstätte in Dresden-Weißig.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Nach den Turbulenzen um einen Führungswechsel ist die Von Ardenne GmbH jetzt Spekulationen über eine Unternehmenkrise entgegengetreten. Allerdings blieben auch nach einer schriftlichen Erklärung verschiedene Fragen offen. Hintergründe für die Ablösung des Geschäftsführers wurden erneut nicht genannt.

Vergangene Woche hatte das überraschende Ausscheiden des langjährigen Geschäftsführers für Aufsehen gesorgt (DNN berichteten). Nach über zehnjähriger Führungstätigkeit war die Angelegenheit nur mit wenigen Worten kommentiert worden.

Hinter den Kulissen machen wilde Gerüchte über massive Probleme mit der Auftragslage die Runde. Außerdem sollen Investitionen ins Stocken geraten sein. Zudem ist die Rede von einem angeblich verfehlten Einsatz von Rücklagen in Millionenhöhe. Offenbar hat es auch Veränderungen bei den Verantwortlichkeiten in der Eigentümerfamilie gegeben. Mittlerweile stünden angeblich Kündigungen im Raum. Letztlich war sogar von bevorstehenden Massenentlassungen in dreistelligem Umfang zu hören, weil ein Großauftrag weggebrochen sei.

Jetzt reagierte das Unternehmen: Die Zahl der Mitarbeiter habe zum Stichtag 31. Dezember 2015 bei 643 gelegen. „Für 2016 sind keine Personalanpassungen geplant, die nicht im Rahmen üblicher, auslastungsbedingter Schwankungen liegen“, hieß es. Die Personalentwicklung orientiere sich immer an den langfristigen Unternehmenszielen. Das werde auch in Zukunft so sein. Für 2014 gibt das Unternehmen auf seiner Internetseite 679 Mitarbeiter an.

Geschäftsführer Robin Schild sei auf Grundlage eines Gesellschafterbeschlusses am 24. Februar 2016 abgelöst worden. Thomas Krischke ist neuer Geschäftsführer (CEO/CFO). Finanzgeschäftsführer Tino Hammer habe zur Jahresmitte 2015 seinen persönlichen Entschluss gefasst, das Unternehmen zu verlassen und sich anderen Herausforderungen zu stellen. Die Von Ardenne GmbH sei zu 100 Prozent in Besitz der Familie von Ardenne. „Dazu soll es keine Veränderung geben“, hieße es in der Erklärung. Zwischen den Geschäftsführern Thomas Krischke und Hans-Christian Hecht und der Familie von Ardenne gebe es eine intensive Zusammenarbeit und enge Abstimmung. Die Auftragseingangsplanung für 2016 sei unverändert.

Krischke hatte sei 1. Januar Hammer ersetzt. Hecht ist seit 2012 im Unternehmen für den Bereich Technik zuständig. Das Traditionsunternehmen fertigt seit 1991 auf seinem Betriebsgelände in Dresden-Weißig Maschinen und Anlagen, mit denen nano- bis mikrometerdünne Funktionsschichten auf Materialien wie Glas, Metall oder Folie aufgebracht werden. Mit den beschichteten Materialien stellen die Kunden unter anderem Architekturglas, Smartphone-Displays und Touchscreens her. Zur Produktpalette gehören auch Anlagen, die in Vakuumkammern superdünne Solarzellen erzeugen. Auf der Internetseite veröffentlichte das Unternehmen bislang nur Geschäftszahlen zum Jahr 2014. Seinerzeit wurden rund 202 Millionen Euro umgesetzt und 33 Millionen Euro investiert. Angaben zu 2015 und Verlusten oder Gewinnen gibt es nicht. 2012 war mit 260 Millionen Euro der Rekordumsatz in der Firmengeschichte erwirtschaftet worden. Angaben zur Ergebnisentwicklung im vergangen Jahr machte das Unternehmen auch in der Erklärung von späten Dienstagabend nicht.

Zu Spekulationen über ins Stocken geratene Investitionen in Erweiterung und Forschung erklärte das Unternehmen: „Die Erweiterung im Gewerbegebiet Weißig ist nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt oder Zeitraum fixiert. Wir haben das Gelände vorbereitet, damit es bei veränderten Marktbedingungen schnell zur Verfügung steht.“ Für den intensiven Ausbau des Entwicklungszentrums konnte das andere gekaufte Grundstück in unmittelbarer Nähe genutzt werden (Am Hahnweg 3). Diese Investition sei inzwischen abgeschlossen.

Von Ingolf Pleil

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