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Arche noVa hilft auf dem Balkan - Im Winter droht Lebensgefahr

Flüchtlingshilfe Arche noVa hilft auf dem Balkan - Im Winter droht Lebensgefahr

Die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa unterstützt seit Anfang Oktober mit einem neuen Projekt Flüchtlinge bei ihrem beschwerlichen Weg auf der Balkanroute. Täglich strömen Zehntausende verzweifelte Menschen von der Türkei und Griechenland aus über den Balkan in Richtung Westeuropa.

In der serbischen Grenzstadt Preševo kommen täglich bis zu 5000 Flüchtlinge an. Sie müssen teilweise tagelang im Freien auf ihre Registrierung warten.

Quelle: arche noVa e.V.

Dresden. Die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa unterstützt seit Anfang Oktober mit einem neuen Projekt Flüchtlinge bei ihrem beschwerlichen Weg auf der Balkanroute. Täglich strömen Zehntausende verzweifelte Menschen von der Türkei und Griechenland aus über den Balkan in Richtung Westeuropa. "Serbien spielt dabei eine zentrale Rolle als Transitland", erklärt Projektleiter Jonas Erhard von arche noVa. Allein in der serbischen Grenzstadt Presevo treffen täglich bis zu 5000 Menschen aus dem benachbartem Mazedonien ein.

Dort müssen die Flüchtlinge bei Wind und Wetter meist mehrere Tage im Freien, auf Wiesen oder eingepfercht innerhalb von Absperrzäunen, auf ihre Registrierung warten. Bereits jetzt fallen dort die Temperaturen nachts bis auf fünf Grad Celsius. "Die Versorgungslage der Flüchtlinge ist schon jetzt untragbar", so Malte Schümmelfelder von arche noVa. Laut der Dresdner Hilfsorganisation sei vor Ort noch niemand auf den Winter vorbereitet. Deshalb könnte es rasch zu lebensbedrohlichen Zuständen und einer humanitären Katastrophe kommen "Sollte das so bleiben, werden mit Sicherheit Kinder erfrieren", warnt Katrin Damm von arche noVa.

Aus diesem Grund entschied sich die Initiative für ein neues Hilfsprojekt in Serbien. Bereits am ersten Oktober machte sich ein dreiköpfiges Team um den Projektleiter Jonas Erhard für zehn Tage auf den Weg ins Balkangebiet. "Wir wollten uns ein Bild über die Lage vor Ort machen, um dann den konkreten Hilfsbedarf zu ermitteln", so Erhard. Zunächst überprüften die Helfer die Lage an der Serbisch-Kroatischen Grenze. "Dort gab es schon sehr viel Unterstützung, deshalb fuhren wir weiter zu den südlichen Grenzregionen", so Erhard. Der größte Hilfsbedarf wurde dabei in den Grenzstädten Preševo (Dreiländereck mit Kosovo und Mazedonien) und Dimitrovgrad (Grenze zu Bulgarien) festgestellt.

Dort verharren täglich Zehntausende Menschen und warten auf ihre Registrierung. "Das große Problem besteht darin, dass der Flüchtlingsstrom sehr variabel ist und es keine festen Anlaufstellen gibt. Deshalb ist eine stationäre Hilfe nur bedingt hilfreich", so Malte Schümmelfelder von arche noVa. Deshalb will die Hilfsorganisation verstärkt auf eine mobile Hilfe und die Verteilung von Hilfsgütern setzen. "Unsere Hauptaufgabe besteht zukünftig darin, Kontakte zu Firmen und Hilfsorganisationen vor Ort herzustellen, ein Hilfsnetzwerk aufzubauen und mit den gesammelten Spendengeldern eine dauerhafte Versorgung der Flüchtlinge herzustellen", erklärt Jonas Erhard. Zur Verbesserung der Hygienesituation sollen in Preševo mehrere mobile Toiletten und eine mobile Klinik bereitgestellt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vorbereitung des Registrierungslagers in Dimitrovgrad für den Winter. Dazu sollen Zelte aufgebaut und mobile Duschwagen bereitgestellt werden.

Arche noVa arbeitet dabei mit dem sogenannten "Cash for Work" Prinzip. Die Mitarbeiter der Hilfsorganisation bezahlen Firmen, Handwerker und Helfer vor Ort direkt mit den Spendengeldern für ihre erbrachten Leistungen. Laut arche noVa werden für das Projekt circa 150 000 Euro benötigt. "Zunächst ist der Einsatz auf drei Monate beschränkt, wenn genügend Gelder zusammenkommen, werden wir unsere Hilfe weiter ausbauen", erklärte Erhard. Seit Gestern ist Malte Schümmelfelder wieder in Serbien und organisiert die Hilfe vor Ort.

Die arche noVa bittet um Spenden für das Projekt im Balkan. Ko.-Nr.: 3573500, BLZ: 85020500, Bank für Sozialwirtschaft

Sebastian Burkhardt

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