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Archäologen: Skelett vom Schillerplatz wurde zu schnell entsorgt

Archäologen: Skelett vom Schillerplatz wurde zu schnell entsorgt

Die Polizei war am Montag fleißiger als den Wissenschaftlern im Landesamt für Archäologie lieb ist. Denn die Beamten haben auf dem Grundstück Schillerplatz 3 Knochen eingesammelt, die vielleicht ein bedeutender Fund waren.

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Noch am Montagabend sammelten Kripobeamte die Skelettteile auf der Baustelle am Schillerplatz ein.

Quelle: Dietrich Flechtner

In einen schnöden Plastiksack füllten sie die Skelettteile, die dort am Mittag beim Ausschachten einer Baugrube zutage getreten waren. Die menschlichen Überreste haben wahrscheinlich schon "geraume Zeit" in der Erde gelegen, stellten die Beamten fest. Genau das macht solche Funde bedeutsam für Archäologen.

Doch als die Grabungsfachleute am Dienstag auf die Baustelle kamen, staunten sie nicht schlecht. Die Fundstelle war bereits beräumt, alle Knochen verschwunden. Nur zwei ganz kleine Knochensplitter haben sie noch gefunden, berichtete gestern Carsten Anspach, der Geschäftsführer der Firma "NBL GmbH Bau Lockwitzgrund", die dort ein Mehrfamilienhaus errichtet. "Laut Baugenehmigung ist das ein archäologisch relevantes Gebiet", sagte Anspach. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sei dort mit Funden zu rechnen, erklärte er diese Einordnung. "Wir arbeiten deshalb behutsam, tragen das Erdreich Schicht für Schicht ab und machen Meldung, sobald wir etwas finden." Meldung gemacht hätten die Bauleute auch am Montag. Allerdings nicht bei der Polizei, sondern - wie vorgesehen - bei den Grabungsfachleuten. Die Arbeiten wurden gestoppt, um den Fund nicht zu zerstören. Den Archäologen kam schließlich die Polizei zuvor, die nach einem Hinweis die Fundstelle inspizierte und die Knochen einsammelte. C. Springer

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.01.2013

Christoph Springer

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