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Applaus für neue Pläne für Töberich-Grundstück an der Elbe

Bürgerversammlung zum „Elbviertel“ Applaus für neue Pläne für Töberich-Grundstück an der Elbe

Dass Dresdens Stadtplaner bei der Vorstellung neuer Bauprojekte mit Applaus verabschiedet werden, kommt nicht häufig vor. Erst recht nicht, wenn es sich um Grundstücke an der Elbe handelt. Doch ausgerechnet bei der Präsentation der neuen Pläne für das Töberich-Grundstück an der Leipziger Straße gab es Beifall für die neuen Ideen.

Quelle: Stadt

Dresden. Dass Dresdens Stadtplaner bei der Vorstellung neuer Bauprojekte mit Applaus verabschiedet werden, kommt nicht häufig vor. Erst recht nicht, wenn es sich um Grundstücke an der Elbe handelt. Doch ausgerechnet bei der Präsentation der neuen Pläne für das Töberich-Grundstück an der Leipziger Straße gab es Beifall für die neuen Ideen.

Nur rund 50 Dresdner wollten sich die neuen Pläne erklären lassen - kein Vergleich zur früheren Aufregung.

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Nachdem der Stadtrat im Frühling 2015 den Plänen für Töbrichs „Marina Garden“ einen Riegel vorgeschoben hatte, lobte die Verwaltung ein Werkstattverfahren aus. Drei Architekturbüros mit Erfahrung mit Bauprojekten am Wasser beteiligten sich. Für den Gewinner-Vorschlag, „Elbviertel“ genannt, liegt nun ein vorläufiger Bebauungsplan im Rahmen des Siegerentwurfes vor.

Der siegerentwurf des Rotterdammer Büros BARCOO

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Dieser verwirkliche die „Idee“ eines Ensembles, lobt Anja Heckmann, Abteilungsleiterin für die Stadtplanung im Bereich Innenstadt. Die geplanten Bereiche Wohnen, Gewerbe und Kreativwirtschaft seien miteinander verwoben. Gebaut werden sollen vier Gebäude, die eher ungewöhnlich aussehen, aber, so Heckmann, nutzbare Grundrisse ermöglichen. Auch eine Kita ist geplant. Ob ein Teil der Wohnungen eine Sozialbindung erhält, sei Verhandlungssache zwischen Stadt und den Bauherren.

Stadtplanerin Anja Heckmann

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Die Neubauten sollen nicht höher werden als die umstehende Bebauung, verspricht Heckmann. Zudem passe der Entwurf in das geplante Konzept eines gebietsweiten Hochwasserschutzes. Damit das Gebiet nicht überschwemmt werde, soll der zu bebauende Bereich auf das Niveau der Leipziger Straße aufgeschüttet werden, dann reiche eine etwa einen Meter hohe Mauer in Richtung Elbe. Zur Elbe hin bleibe ein breiter Streifen als Grün- und Erholungsfläche frei.

In der Leipziger Vorstadt soll endlich gebaut werden. und auch für das Streit-Grundstück am Puschkin-Platz hat die Stadt nun eine Lösung - hier die Eindrücke aus der Präsentation des Stadtplanungsamtes.

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Die ganzen Pläne, die von den rund 50 Besuchern der Bürgerversammlung am Mittwochnachmittag kaum kritisiert wurden, haben nur ein Problem: Die Umsetzung steht in den Sternen. Denn ein großer Teil des Gebietes gehört Regine Töberich, die sich dem Werkstattverfahren verweigert hatte und stattdessen gegen die Stadt klagt. Ihrer Meinung nach hätte die Stadt ihren Marina-Garden-Plänen Baurecht erteilen müssen. Der Prozess um Einnahmeausfälle in Millionenhöhe beginnt im März. Ein Vorkaufsrecht der Stadt für das Grundstück besteht ausdrücklich nicht.

Der aktuelle Stand für die Nachbarbebauung, die "Hafencity". Bei der Hochwassersicherung sollen sich beide Grundstücke im Rahmen des Gebietsschutzes ergänzen.

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Es sei ein Angebotsbebauungsplan, räumt auch Stadtplanerin Heckmann ein. Wird der Plan konkretisiert und schließlich vom Stadtrat gebilligt, bestehe Baurecht, keine Pflicht. Dass Töberich nicht mitmachen wollte, sei „nicht glücklich“. Aber, so Heckmann, der Siegerentwurf sei auch in Einzelschritten umsetzbar. Und die übrigen Grundstücksbesitzer hätten den jetzigen Entwurf ausdrücklich befürwortet. Es sei also möglich, dass erst einmal auf dem stadteinwärtigen Teil gebaut wird, auf dem bis 2015 die Malteser einen Rettungswagen-Standort hatten.

Dass die Stadt hier privaten Grundstücksbesitzern vorschreibt, wie gebaut werden darf, verteidigen die Stadtplaner. Das Areal habe einen „sozialgesellschaftlichen Auftrag und solle einen Mehrwert für die Stadtgesellschaft bieten, erklärt Anja Heckmann und verweist dabei auf die Entscheidung des Stadtrates.

Der hat auch das letzte Wort in Sachen Bebauungsplan. Zunächst können die Dresdner bis zum 4. März die Pläne begutachten und eigene Anmerkungen dazu verfassen. Im nächsten Schritt werden dann weitere Gutachten eingeholt, vom Artenschutz bis zum Hochwasserschutz. Anschließend wird dann der konkrete Bebauungsplanentwurf erstellt. Ist dieser dann beschlossen, ist er für den Bauherrn bindend.

Stephan Lohse

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