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Appell an die Stadträte: Fördergesellschaft für Busmannkapelle hofft auf Geld aus dem Rathaus

Appell an die Stadträte: Fördergesellschaft für Busmannkapelle hofft auf Geld aus dem Rathaus

Jetzt hängt alles an den Stadträten. Erst wenn die am 18. Oktober zustimmen, dass die Stadt sich mit 340 000 Euro an der Errichtung der Busmannkapelle beteiligt, kann der Bau fortgesetzt werden.

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Der Weiterbau an der Busmannkapelle ist nur möglich, wenn Geld von der Stadt kommt.

Quelle: Carola Fritzsche

Das haben gestern leitende Mitglieder der Fördergesellschaft auf der Baustelle am Postplatz vor Journalisten deutlich gemacht. Eindringlich appellierten sie an die Abgeordneten, gemäß früherer Beschlüsse zu diesem Projekt zu stehen.

Entscheidend sei die Zusage der beantragten städtischen Fördermittel deswegen, weil sie Voraussetzung dafür seien, dass weitere Gelder fließen, legte Pfarrer Harald Bretschneider, Oberlandeskirchenrat im Ruhestand dar. So seien eine halbe Million Euro aus dem "Mauerfonds" des Bundes in Aussicht gestellt. Ebenso wie 110 000 Euro vom Freistaat. Insgesamt seien rund 950 000 Euro für die nächste Bauphase veranschlagt.

Von dem Geld solle ein Kubus aus Stahl und Glas über den bereits stehenden Wänden errichtet werden, erläuterte Bretschneider. "Er schützt den Raum vor Wettereinflüssen." Hinzu kommen Treppen zur Krypta und zu einem Balkon. Begonnen werden könne mit den Arbeiten erst, wenn der Stadtrat über die Fördersumme entschieden habe. Dies vorausgesetzt, könnte der Glaskubus 2013 fertig werden.

"Damit hätten wir dann einen geschützten Raum und könnten mit ersten Veranstaltungen beginnen", sagte Peter W. Schumann von der Fördergesellschaft. Geplant seien neben einer täglichen Andacht Vorträge zur Geschichte Dresdens und Sachsens sowie zur Kirchengeschichte. Dazu Benefizkonzerte und Lesungen. Der Raum biete Platz für bis zu 40 Personen. "Außer Touristen könnten auch Schulklassen Besucher hier sein."

Die Busmannkapelle soll als Gedenkstätte an die romanisch-gotische Sophienkirche erinnern, die im 13. Jahrhundert errichtet, 1945 schwer beschädigt und 1963 abgerissen wurde. Daneben dient sie dem Gedenken an die Zerstörung Dresdens und der Erinnerung an die evangelischen Märtyrer, die in der Nazizeit und unter der Herrschaft der SED ihr Leben ließen.

Wie das Gedenken an die Opfer des 13. Februar 1945 gestaltet wird, darüber möchte die Fördergesellschaft ein Kuratorium aus den am Projekt Beteiligten befinden lassen. "Ob wir die Namen der Opfer nennen, steht noch nicht fest", so Schumann. "Wir werden sehen, wie die Experten entscheiden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.10.2012

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