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Anwohner: Hufewiese in Trachau soll frei zugänglich bleiben

Anwohner: Hufewiese in Trachau soll frei zugänglich bleiben

Die Trachauer möchten gern, dass die bei Kindern und Eltern beliebte Hufewiese auch in Zukunft öffentlich zugänglich bleibt. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Verein "Hufewiese Trachau" am Mittwoch bei einer Bürgerversammlung im "Goldenen Lamm" präsentiert hat.

"Die Mehrheit der Befragten hat sich dafür ausgesprochen, dass wir mit dem Investor einen Kompromiss finden sollten", sagt Anja Osiander, die Vorsitzende des Vereins.

1182 Bürger haben von September bis November vorigen Jahres im Ortsamtsbereich Pieschen an der Umfrage teilgenommen. 61 Prozent von ihnen waren im Alter zwischen 26 und 45 Jahren. Die Mitglieder des Vereins verstehen die Ergebnisse als klares Mandat, um weiter für den Erhalt der Wiese zu kämpfen. Die Hamburger Adler Real Estate AG möchte mit ihrer Tochtergesellschaft MBG Trachau GmbH & Co. KG auf der rund 13 Hektar großen Grünfläche gern Wohnungen bauen. Ein Vorgängerunternehmen hatte das Gelände 1996 für umgerechnet rund 16 Millionen Euro gekauft. Den ursprünglichen Bebauungsplan machte das Jahrhunderthochwasser 2002 zunichte. Um den Druck zu erhöhen, zäunte der Investor vor anderthalb Jahren die Wiese ein und rief damit eine Welle des Protests hervor. Zu Gast war am Mittwoch auch der Schauspieler Uwe Steimle, der in Trauchau aufgewachsen ist. Mit seiner Feststellung "Wir haben ja nicht mehr die DDR, wo allen alles gehört" sagte er einen treffenden Satz. Denn obwohl die Wiese lange frei zugänglich war, handelt es sich um Privateigentum, dass anders als in der DDR heute Schutz genießt.

Auch ein Vertreter der Unternehmensberatung "Thomsen Group", der die Adler AG bezüglich des Grundstücks berät, betonte: "In ihrem Garten sagt ihnen ja auch niemand, was sie tun sollen." Der Verein "Hufewiese Trauchau" möchte jetzt versuchen, eine Stiftung zu gründen, die den größten Teil der Wiese kauft. Finanziert werden soll das, indem ein Streifen am westlichen Rand der Wiese als Bauland verkauft wird. Problematisch ist jedoch, dass dort nicht so viel Bauland ausgewiesen werden kann, wie der Investor möchte, weil dieser Teil des Grundstücks in der Einflugschneise des Dresdner Flughafens liegt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.01.2014

Stephan Hönigschmid

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