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Ansturm auf die Personalausweise - 140.000 Dresdner brauchen bald ein neues Dokument

Ansturm auf die Personalausweise - 140.000 Dresdner brauchen bald ein neues Dokument

Auf die Mitarbeiter der Dresdner Bürgerbüros kommt in den nächsten zwei Jahren eine Menge Arbeit zu. Der Grund: Etwa 140000 Dresdner müssen ihren Personalausweis neu beantragen, weil die Gültigkeit abläuft.

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Mitarbeiterin Katrin Vater übergibt im Ortsamt Blasewitz einen neuen Personalausweis an einen Bürger. Mit einer gültigen Vollmacht kann man auch jemanden beauftragen, das Dokument abzuholen.

Quelle: Carola Fritzsche

Üblich sind sonst 30000 Anträge pro Jahr. Dass der Spitzenwert bald wieder erreicht wird, hat noch immer mit der Wiedervereinigung zu tun. "Laut Einigungsvertrag mussten bis zum 31. Dezember 1995 alle DDR-Ausweise umgetauscht werden. Da viele Dresdner das erst auf den letzten Drücker gemacht haben, mussten wir damals 110094 Ausweise ausstellen", erinnert sich die Abteilungsleiterin Bürgerservice der Stadt Dresden, Regina Ebeling. Weil der Ausweis ab dem 24. Lebensjahr immer zehn Jahre gültig ist, wiederholte sich der Ansturm 2005 und wird auch bis Ende nächsten Jahres wieder für einen deutlichen Anstieg der Zahlen sorgen. Die DNN haben aus diesem Grund die wichtigsten Fakten rund um den Personalausweis zusammengetragen.

Ab welchem Alter braucht man in Deutschland überhaupt einen Ausweis?

In Deutschland ist es ab dem 16. Lebensjahr Pflicht, einen Personalausweis zu haben.

Was ist bei der Beantragung zu beachten?

"Jeder Antragsteller sollte seine Geburtsurkunde mitbringen, damit wir ihn zweifelsfrei identifizieren können", sagt Regina Ebeling. Zudem benötige man ein biometrisches Passbild. "Das klappt aber mittlerweile sehr gut, weil die Fotografen wissen, worauf es ankommt", so Ebeling.

Wie teuer ist der Ausweis?

Der zehn Jahre gültige Ausweis, den jeder ab dem 24. Lebensjahr bekommt, kostet 28,80 Euro. Wer jün-ger ist, erhält einen Ausweis mit einer Gültigkeitsdauer von sechs Jahren. Dieser schlägt mit 22,80 Euro zu Buche.

Wie lange muss ich auf meinen neuen Personalausweis warten und wo wird er hergestellt?

Innerhalb von zwei Wochen ist der Ausweis fertig. Er wird in der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt.

Brauche ich auch einen neuen Personalausweis, wenn ich noch einen gültigen Reisepass habe?

"Ein Dokument zur Identifizierung reicht aus. Wer einen gültigen Reisepass hat, braucht eigentlich keinen Personalausweis. Aus praktischen Gründen beantragen viele Bürger trotzdem einen, weil sie nicht die ganze Zeit mit ihrem Pass herumlaufen möchten", so Ebeling.

Wie hoch sind die Strafen, wenn jemand bewusst keinen neuen Personalausweis beantragt?

"Zunächst wird ein Bürger, dessen Personalausweis seit drei Monaten ungültig ist, von uns angeschrieben und aufgefordert, einen Antrag zu stellen. Nach weiteren vier Wochen melden wir uns noch einmal. Wenn sich dann immer noch jemand weigert, ist ein Verwarngeld bis zu 35 Euro möglich." Anschließend könne über ein Verfahren der Bußgeldstelle auch schnell der doppelte Betrag fällig werden, betont die Abteilungsleiterin.

Welche Daten sind auf dem Chip des Ausweises gespeichert?

Vermerkt sind Vorname, Name, Geburtsdatum und Geburtsort, Anschrift und Postleitzahl und gegebenenfalls Ordens- bzw. Künstlername und Doktorgrad. Auch das digitale Lichtbild und die Seriennummer sind immer vorhanden. Zusätzlich können für Kontrollen z.B. durch die Polizei oder an der Grenze auf Wunsch zwei Fingerabdrücke gespeichert werden. Grundsätzlich nicht gespeichert werden die eigenhändige Unterschrift, die Körpergröße und die Augenfarbe.

Werden die Fingerabdrücke auch beim Amt gespeichert?

"In dem Moment, in dem der Ausweis ausgehändigt wird, werden die Daten bei uns gelöscht", erklärt Regina Ebeling.

Können auch Sonderzeichen vermerkt werden?

"Ja, seit dem 1. November 2013 sind sogenannt diakritische Zeichen wie z.B. Akzentzeichen möglich."

Welche neuen Funktionen gibt es?

Mit der neuen Online-Ausweisfunk-tion (auch eID-Funktion genannt) ist die einfache und sichere Kommunikation über das Internet möglich. Unter anderem kann es den Kontakt mit der Rentenversicherung oder dem Kraftfahrt-Bundesamt vereinfachen. Die Stadt Dresden möchte es in Zukunft ermöglichen, dass auf diesem Wege z.B. auch Meldebescheinigungen oder Baumfällgenehmigungen erhältlich sind. Im Gegensatz zu bisherigen Anmelde- und Registrierverfahren im Internet, bei denen sich der Nutzer durch Nutzername und Passwort identifiziert, wird das Sicherheitsniveau mit dem seit dem 1.11.2010 erhältlichen Ausweis im Scheckkartenformat erhöht: Hier ist nicht nur die Kenntnis der 6-stelligen Pinzahl, sondern zusätzlich der Besitz des Ausweises notwendig. Auf Wunsch kann die Online-Funktion, die im Moment von 25 Prozent der Dresdner genutzt wird, auch deaktiviert werden.

Hönigschmid, Stephan

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