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Anonyme Tierschützer stören Dresdner Weihnachtscircus

Anonyme Tierschützer stören Dresdner Weihnachtscircus

Noch vor der Premiere des Weihnachtscircus haben Unbekannte für gezielte Störattacken gesorgt, die offenbar Zirkusdirektor Mario Müller-Milano treffen sollten.

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In einer E-Mail bekannten sich Tierschützer zu den Aktionen.

Quelle: Screenshot

In seinem Namen und mit dem Logo „Dresdner Weihnachts-Circus“ tauchten in der Friedrichstadt Flyer auf, die für einen kostenlosen Besuch der Vorstellung an zwei Abenden warben. „Wir laden Sie und Ihre ganze Familie ein“, hieß es da. Tumult am Kassenwagen blieb aber aus. Der Text des gefälschten Zettels lässt auf Tierschützer schließen.

Eine weitere Fälschung kursierte im Internet. In E-Mails, die auf Sabine Mutschke, PR-Frau für den Weihnachtscircus, hinwiesen, wurden sämtliche Vorstellungen abgesagt. Sowohl Müller-Milano als auch Mutschke haben Anzeige erstattet.

Tierschützer bekennen sich zu Aktionen

Am Freitagmittag tauchte ein „Bekenner*innenschreiben“ auf, in dem eine Gruppe um „ALF, den Außerirdischen“ zugab, die Aktionen initiiert zu haben. Ziel der Tierschützer sei gewesen, das Geschäft des Weihnachtscircus zu stören, da dieser vom Tierleid profitiere. „Wir verurteilen die Benutzung von Tieren zur Belustigung und Unterhaltung von Menschen, da sie durch Gewalt und Qualen zu diesen sogenannten Kunststücken gezwungen werden. Für Tiere bedeutet ein Leben im Zirkus ständige Bevormundung und Gewalt durch Dressuren, Zwang, Platzmangel und die lebenslange Behinderung ihrem Wesen entsprechend zu leben“, heißt es in der von zahlreichen Rechtschreibfehlern gespickten E-Mail. Für den Fall, dass der Zirkus weiterhin Tiere in seinem Programm zeige, kündigten die Tierschützer weitere Aktionen an.

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Bereits im Vorjahr hatten Tierschützer gegen den Einsatz von Tieren in der Manege demonstriert.

Quelle: Uwe Hofmann

Die Störer bedauerten, dass sich sowohl die Tierrechtsorganisation PETA e.V. als auch die Tierrechtsgruppe Dresden von den anonymen Flyer- und E-Mail-Aktionen abgrenzten. „Trotz gleicher Ziele“ hätten sie sich „unsolidarisch gezeigt“. Am Premierentag hatten rund acht Mitglieder des Tierbefreiung e.V., Tierrechtsgruppe Dresden, offiziell vor dem Zirkusgelände protestiert. Sie mahnten die Besucher: „Kein Applaus für Tierquälerei.“ Die Tierrechtsorganisation PETA hatte wieder Kritik an der Dresdner Stadtverwaltung geübt, weil diese eine „tierschutzwidrige Veranstaltung“ genehmige. Diesmal richtete sich der Protest gegen die Paviane in der Manege.

G.B./ttr

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