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Angespannte Stimmung vor Dresdner Demo-Samstag

Polizei rechnet mit mehr als 20.000 Menschen Angespannte Stimmung vor Dresdner Demo-Samstag

Die Stadt Dresden erwartet am Samstag einmal mehr den Ausnahmezustand. Bei Pegida und zahlreichen Gegenveranstaltungen werden mehr als 20.000 Menschen in der Stadt erwartet. Die bange Frage ist: Bleibt alles ruhig. Vor allem, da deutlich weniger Polizisten vor Ort sein werden als sonst.

Quelle: mh

Dresden. Die Stadt Dresden erwartet am Samstag einmal mehr den Ausnahmezustand. Bei Pegida und zahlreichen Gegenveranstaltungen werden mehr als 20.000 Menschen in der Stadt erwartet. Die bange Frage ist: Bleibt alles ruhig. Vor allem, da deutlich weniger Polizisten vor Ort sein werden als bei ähnlichen Ereignissen.

Bereits vor einer Woche hatte die Stadtverwaltung unter Berufung auf den Verfassungsschutz vor bis zu 400 linksradikalen Gewalttätern gewarnt. Zudem warnen Beobachter davor, dass auch zahlreiche Rechtsextreme, Mitglieder freier Kameradschaften und Hooligans ihr Erscheinen angekündigt haben. „Die gleichen rechten Organisationen, die in Leipzig Connewitz und zum Pegida Jahrestag in Dresden randaliert haben, rufen jetzt dazu auf, am Samstag nach Dresden zukommen“, heißt es vom Antifaschistischen Recherche Team Dresden.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) und Polizeichef Dieter Kroll riefen im Vorfeld zu Gewaltlosigkeit auf, genauso wie viele Akteure des Gegenprotestes. Bei der Vielzahl der Kundgebungen sei es unvermeidbar, dass sich Anhänger beider Lager in der Stadt begegneten, erklärte Kroll. Er kann am Samstag nur auf rund 1000 Beamte zurückgreifen. Am 19. Oktober waren es fast doppelt so viele Beamte.

Mehr ist dieses Mal aber nicht verfügbar. Zahlreiche Fußballspiele in ganz Deutschland müssen abgesichert werden. Hinzu kommen die Karnevalsveranstaltungen in ganz Deutschland. „Wir sind sozusagen in der polizeilichen Realität angekommen“, sagte Innenminister Ulbig.

Pegida hat am Samstag eine Kundgebung am Königsufer unter dem Motto „Festung Europa“ genehmigt bekommen. Hinzu kommt eine angezeigte Demo, die Pegida-Chef Lutz Bachmann angezeigt hat. Ob die aber tatsächlich stattfindet ist unklar, bisher ist bei Pegida davon keine Rede.

Gegen das islam- und asylfeindliche Bündnis formiert sich ein ganzes Dutzend Gegenveranstaltungen: So zieht eine Demo ab Mittag vom Hauptbahnhof zum Alaunplatz. Über die Altstadt verteilt sind zahlreiche Kundgebungen von Bündnissen, Glaubensgemeinschaften, Parteien und Gewerkschaften angezeigt. Am Theaterplatz, dem Schlossplatz, an der Brühlschen Terrasse und am Goldenen Reiter gibt es Veranstaltungen in Sichtweite zu Pegida. Auch Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert beteiligt sich. Er will sowohl an der Synagoge, am Theaterplatz als auch auf dem Neumarkt den Protest gegen Pegida besuchen.

Auf Dresdens Straßen wird es am Nachmittag zu einigen Behinderungen kommen. Voraussichtich werden Augustusbrücke und Carolabrücke für Fußgänger gesperrt, um darunter hindurchlaufende Pegida-Teilnehmer zu schützen. So war die Augustusbrücke am 21. Dezember nur per Straßenbahn zu überqueren. Auch die Marienbrücke wird während des linken Demozuges voraussichtich zeitweise gesperrt.

Während sich die Straßensperrungen auf Altstädter Seite in Grenzen halten dürften, muss rund um das Königsufer mit einigen Behinderungen gerechnet werden. Die Polizei wird unter der Telefonnummer 0351/ 48 33 000 eine Kontakthotline einrichten.

Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben versucht man sich so gut es geht, auf die Situation vorzubereiten. Angaben über konkrete Linienausfälle gibt es jedoch noch nicht. „So etwas können wir nicht planen. Wir spielen im Vorfeld unterschiedliche Szenarien durch und setzen zusätzliches Personal und Bahnen ein, um möglichst flexibel reagieren zu können“, sagt DVB-Sprecher Falk Lösch.

Der Dresdner Einzelhandel stellt sich auf Einbußen ein: „Das wird sicher kein schöner Tag. Ich hoffe es bleibt friedlich“, sagt Jürgen Wolf vom Citymanagement. Angaben zu möglichen Verlusten will Wolf nicht machen, gibt aber an, dass die Einbußen an Pegida-Montagen 20 Prozent betragen. In jedem Fall können sich die Ladenbesitzer schon einmal an die Situation gewöhnen – am 13. Februar wird wieder demonstriert.

sl/hh/dpa

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