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Angeklagter kassierte für Oldtimer und lieferte nicht

Angeklagter kassierte für Oldtimer und lieferte nicht

hat ein Faible für alte Autos. 2008 hat er sich mit einem Oldtimerhandel selbstständig gemacht. Allerdings liefen die Geschäfte nicht gut. Der junge Mann bekam erhebliche finanzielle Probleme.

Kevin H. Er hatte Schulden beim Finanzamt und bei der Krankenkasse, musste einen Privatkredit zurückzahlen und hatte sich zudem auf einen für ihn sehr schwierigen 5-Jahres-Mietvertrag in der "Zeitenströmung" eingelassen. 3500 Euro musste er monatlich zahlen - was nicht funktionierte. Der Vermieter klagte, es kamen Gerichtskosten und Schadensersatz dazu. Kevin H., der sich zuvor nie etwas zu Schulden kommen ließ, versuchte mit einer dummen Idee aus der Bredouille zukommen und steckt jetzt erst richtig drin. Gestern stand er wegen Betruges vor Gericht.

2013 hatte der Angeklagte vier Oldtimer - einen Vorkriegs-Riley, einen Jaguar SS 100, einen BMW 328 und einen Porsche 356 - im Internet zum Verkauf angeboten. Vier richtige Schmuckstücke, die Sammlerherzen höher schlagen lassen. Der Geschäftsführer einer Film-Equipment Firma in Singapur zeigte Interesse, man schloss einen Vertrag und Kevin H. hatte Anfang 2014 satte 340 000 Euro auf seinem Konto. Mit dem Geld bezahlte er seine Schulden.

Allerdings sah der Käufer die Wagen nie, denn Kevin H. konnte nicht liefern. Die Autos gehörten ihm gar nicht. Der 33-Jährige hatte den Geschäftsmann aus Singapur einfach über den Tisch gezogen. Der schaltete einen Anwalt ein, der die Wagen oder das zu Unrecht kassierte Geld eintreiben sollte. Der Angeklagte zeigte sich anfangs nicht sehr kooperationsbereit, zahlte nur kleinere Beträge und legte gegen die Mahnbescheide Einspruch ein. Erst kurz vor dem Prozess wurde er richtig aktiv. Genau einen Tag vor der Verhandlung überwies er 50 000 Euro.

Kevin H. wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss er innerhalb eines Jahres 50 000 Euro Schadenswiedergutmachung zahlen. "Ich werden jeden Cent zurückzahlen", erklärte Kevin H. gestern. Das dürfte für ihn eine schwierige und langfristige Angelegenheit werden. Denn er muss noch rund 270 000 Euro zahlen.

Monika Löffler

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