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Andacht in der Dresdner Frauenkirche - Pfarrer mahnt zu Protest gegen Rechts

Andacht in der Dresdner Frauenkirche - Pfarrer mahnt zu Protest gegen Rechts

Zahlreiche Menschen haben am Montagmittag bei einer Friedensandacht in der Frauenkirche an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg erinnert. Sie beteten für Frieden und Versöhnung und zündeten unter dem aus den Trümmern geborgenen Strahlenkreuz des Gotteshauses Kerzen für die Opfer des Infernos an.

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Auch auf dem Neumarkt zeigte die Polizei am Montagvormittag Präsenz.

Quelle: dpa

„Wir denken an die Betroffenen und Toten dieses 13. Februar 1945, aber auch an die vielen Zerstörungen und Brände, die von deutschem Boden ausgegangen ist", sagte Pfarrer Holger Treutmann.

Angesichts des für den Abend angemeldeten Aufmarschs von Rechtsextremisten, deren Menschenverachtung und Gewalttätigkeit sich 2011 erneut gezeigt habe, brauche es ein Zeichen der Gegenwehr. Treutmann mahnte zu friedlichem Protest: „Wir müssen etwas tun, hier ist kein Raum für rechtsextremistisches Gedankengut." Nach dem Geläut der Friedensglocke hinterließen einige Besucher ihren Wunsch im ausliegenden Buch: „Wir hoffen, dass das nie wieder passiert."

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Die traditionellen Christvespern locken wie hier im vergangenen Jahr stets Tausende von Menschen an.

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Die Frauenkirche war am 13. Februar 1945 ausgebrannt und zwei Tage später zusammengestürzt. Ihre Ruine diente zu DDR-Zeiten als Mahnmal gegen den Krieg. Ende der 1980er Jahre formierte sich dort Widerstand gegen das SED-Regime, im Wendeherbst eine Initiative zum Wiederaufbau. Seit 2005 gilt die mit Spenden aus aller Welt wiedererrichtete Frauenkirche als Symbol für Frieden und Versöhnung.

Die Elbestadt gedenkt bis zum Abend der Opfer der Bombardierungen vor 67 Jahren. Parteien, Kirchen und Verbände haben zum friedlichen Protest, das linke Bündnis „Dresden nazifrei" zur Blockade des geplanten Fackelmarsches von Rechtsextremisten aufgerufen. Die Polizei ist mit 4200 Beamten aus mehreren Bundesländern präsent. Sie sollen Ausschreitungen zwischen Linken und Rechten verhindern, bei denen im Vorjahr mehr als 100 Polizisten verletzt wurden. Neonazis nutzen den Gedenktag seit Jahren immer wieder für Aufmärsche und leugnen die Kriegsschuld der Deutschen.

dpa

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