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Am Wasaplatz bleibt kein Stein auf dem anderen

Am Wasaplatz bleibt kein Stein auf dem anderen

Fast eine Million Euro soll die optische, städtebauliche und verkehrstechnische Neugestaltung des Wasaplatzes kosten.Die Planungen wurden jetzt von Jens-Uwe Böbst vom Stadtplanungsamt im Ortsbeirat Prohlis vorgestellt.

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Gestaltungsdefizit: Der unübersichtliche Wasaplatz soll für eine Million Euro gründlich überarbeitet werden.

Quelle: Peter Weckbrodt

Ohne Gegenstimme sprachen sich die Ortsbeiräte für die Umsetzung der vorgelegten Pläne aus. Das wird aber so schnell nicht gehen, weil sich die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mit einem noch nicht festgelegten Anteil an den Investitionskosten beteiligen müssen. Der Zusammenhang zur vorgesehenen Verlegung der Straßenbahntrasse von der Wasastraße/Franz-List-Straße in die Oskarstraße im Rahmen des städtischen Vorzeigeobjektes Stadtbahn 2020 ist nun einmal vorhanden.

Eine "Runderneuerung" hat der Wasaplatz unbedingt nötig. Er ist zwar noch immer das ebenso beliebte wie belebte Strehlener Stadteilzentrum, bietet optisch aber kein schönes Bild. Als "-diffuser Verkehrsraum, der hinsichtlich seines Erscheinungsbildes, seiner Funktionalität und seiner Aufenthaltsqualität nicht den Anforderungen - gerecht wird", bezeichnen die Stadtplaner den Wasaplatz. Während die angrenzende Bausubstanz Stück für Stück durch private Initiativen saniert, ergänzt bzw. neu errichtet werde, zeichne sich der öffentlich wirksame Raum durch ein Gestaltungsdefizit aus.

Deshalb soll, so das Geplante Wirklichkeit wird, am und rund um den Wasaplatz praktisch jeder Stein umgedreht werden. Bis in die angrenzenden Straßen und Plätze hinein sind neue Gehweg- und Straßenbeläge vorgesehen, die Haltestellenbereiche werden neu barrierefrei gestaltet. Ob Sitzgelegenheiten oder Beleuchtung, alles soll auf moderne Standards gebracht werden. Auch für ausreichend Grün wird gesorgt.

Keine den Ortsbeirat überzeugende Lösung konnte für den Übergang der Radfahrer von und nach der August-Bebel-Straße im Haltestestellenbereich an der Wasa-Apotheke aufgezeigt werden. Da besteht noch Klärungsbedarf.

Die seit 1898 am Wasaplatz befindliche, unter Denkmalschutz stehende König-Albert-Eiche erhält eine optisch dominierende Funktion. Der hinter ihr gelegene Mischfunktionsplatz soll als zentraler Stadtplatz neu gestaltet werden. Er stünde dann für Wochenmärkte und kleinere Stadtteilfeste zur Verfügung.

Hier ist auch eine Bewirtschaftung mit privaten Außengastronomieflächen vorgesehen. Für die Neuordnung des ruhenden Verkehrs fanden die Planer eine befriedigende Lösung, so der Ortsbeirat.

Bereits am 2. Juli 2014 hatte sich der Prohliser Ortsbeirat mit den Planungen zum Wasaplatz beschäftigt. Die damals geäußerten Wünsche konnten, so die Stadtplaner, in der Ausführungsplanung überwiegend berücksichtigt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.04.2015

Peter Weckbrodt

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