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Am Montag rollen die Bagger auf den Scheune-Vorplatz - Kritik an mangelnder Bürgerbeteiligung

Am Montag rollen die Bagger auf den Scheune-Vorplatz - Kritik an mangelnder Bürgerbeteiligung

Am Montag beginnt der rund sechsmonatige Umbau des Scheune-Vorplatzes. Die Planungen zur Neugestaltung der Freifläche an der Alaunstraße hatten fast 15 Jahre gedauert.

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So sieht der Vorplatz der Scheune jetzt aus. Bald rollen die Bagger an.

Quelle: Stephan Lohse

Dann müssen Sandsteinmauern, Wochenmarkt und viele Bäume vorerst den Baggern weichen. Symbolisch beerdigten am Donnerstag Stadträtin Jacqueline Muth (Linke) zusammen mit Aktivisten des Kultur Aktiv e.V. und Ortsbeirätin Benita Horst (FDP) mit einem Sarg und sieben orangefarbenen Protestzwergen den bisherigen Platz in der Neustadt.

Muth ist empört, dass die finalen Umbaupläne der Stadt kaum Ideen der Neustädter enthalten: „Von den Ergebnissen der über 30 Beteiligungsverfahren mit den Anwohnern der Neustadt in den letzten Jahren bleiben letztlich nur der Sockel für das BRN-Denkmal und ein Stromanschluss.“ Die bisher vorgestellten Umbaupläne der Stadt Dresden sehen viel grauen Beton vor, darauf stützt sich die Sorge vor einem sogenannten „Scheunepostplatz“.

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Der Vorplatz der Scheune vor dem Umbau

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Dabei ist im Erneuerungskonzept der Stadt für das Sanierungsgebiet der Äußeren Neustadt explizit festgehalten, dass „Bürger vor wesentlichen Entscheidungen der Verwaltung und Politik am Entscheidungsprozess zu beteiligen“. Aus Sicht der Stadt ist dies auch geschehen, wie aus der antwort auf eine Anfrage der DNN hervorgeht. Die Anregungen der Bürger seien, „so weit dies möglich war, in die Planung aufgenommen worden“. Außerdem sei die grundsätzliche gestalterische Idee auch vom Ortsbeirat Neustadt bestätigt worden.

Muth ist sich aber sicher, dass mit ein wenig Mehraufwand auch Ideen wie ein Neustadt-Info-Kasten oder ein Fahnenmast mit wehender BRN-Flagge realisierbar gewesen wären. „Dinge eben, die mit der Identität des Scheune-Platzes und seiner Nutzer zu tun haben.“

Auch Ortsbeirätin Horst sieht das Einwohnerengagement verprellt. Sie appelliert an den Einfallsreichtum der Anwohner, dem neu entstehenden Platz trotzdem in irgendeiner Form Leben einzuhauchen.

Chancen zur erneuten Ideeneinbringung haben die Neustädter immerhin: Unter der Moderation von Ortsamtsleiter André Barth soll es Gespräche mit der Stadtverwaltung zur späteren Nutzung des Platzes geben, ein genauer Termin steht jedoch noch nicht fest. „Scheunewittchen kann wieder auferstehen“, sind sich er und die beiden Politikerinnen sicher.

Miriam Harner

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