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Am Mittwoch Streiks in Kitas in Dresden – Stadt informiert am Telefon und im Netz

Tarifverhandlungen Am Mittwoch Streiks in Kitas in Dresden – Stadt informiert am Telefon und im Netz

Neue Streikrunde erreicht Dresden: Nach den ergebnislosen Verhandlungen für den öffentlichen Dienst will Verdi den Druck vor dem nächsten Treffen erhöhen. In Verwaltungen in der Landeshauptstadt und den umliegenden Kreisen sowie in Kitas in Dresden und Freital gibt es am Mittwoch Warnstreiks.

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Am Mittwoch werden Kitas in Dresden und Freital bestreikt

Quelle: dpa

Dresden. Am Mittwoch werden die städtischen Kindertagesstätten in Dresden und Freital bestreikt: Im aktuellen Tarifkonflikt weitet die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi damit ihre Streikaktionen in dieser Woche auch in und um Dresden aus. „Jetzt wollen wir den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde erheblich erhöhen“, erklärte Antje Drescher Verdi auf DNN-Anfrage. Wie sie am Montag bestätigte, soll am Mittwoch in den Kindereinrichtungen gestreikt werden.

Internetportal geschaltet

Die Stadt Dresden will „so früh wie möglich die Eltern über die voraussichtlichen Einschränkungen in ihren Einrichtungen informieren“, erklärte die Verwaltung am Montag Nachmittag. Auf der städtischen Internetpräsenz werde wie bei früheren Arbeitskampfmaßnahmen unter www.dresden.de/kitas-streik ein Informationsportal geschaltet. Die Seite wurde bereits online gestellt. Die Informationen würden fortlaufend aktualisiert. Auf der Seite sind alle 183 Standort aufgelistet und mit den Farben grün (geöffnet), rot (geschlossen) sowie gelb (teilweise geöffnet) und grau (keine gesicherten Informationen) ist die Auswirkung des Warnstreiks dargestellt.

Betroffene Einrichtungen noch unklar

Verbindliche Aussagen über die Öffnung der einzelnen Einrichtungen könnten erst am Mittwoch ab 6.30 Uhr veröffentlicht werden. Zusätzlich werde der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen am Streiktag eine telefonische Service-Hotline anbieten. Unter der Telefonnummer (03 51) 4 88 51 11 erhalten Eltern am Mittwoch bereits ab 6 Uhr Auskunft, ob ihre Kita vom Streik betroffen sein wird. Die Hotline steht zudem Eltern mit dringendem Betreuungsbedarf zur Verfügung, deren Kita streikbedingt geschlossen bleiben muss. Die Servicemitarbeiter des Eigenbetriebes werden versuchen, einen Gastplatz in einer nicht bestreikten Einrichtung zu vermitteln.

Keine Erstattung von Kosten oder Beiträgen

Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen empfiehlt Eltern, alternative Betreuungsmöglichkeiten für den Streiktag am Mittwoch zu organisieren, da eine Betreuung in den kommunalen Einrichtungen nicht garantiert werden kann. Eine Kostenerstattung wird es weder für die anteiligen Elternbeiträge noch für zusätzliche Betreuungskosten geben. Die Diskussion darüber läuft derzeit noch in den Stadtratsgremien.

Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn und protestieren gegen geplante Einschnitte in die Altersversorgung. Bei der letzten Verhandlungsrunde am 11. und 12. April legten die Arbeitgeber zwar ein Angebot vor. Drei Prozent mehr Lohn sollen für die rund zwei Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen nach den Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière auf zwei Jahre verteilt werden. Ein Prozent mehr soll es im ersten, zwei Prozent mehr im zweiten Jahr geben. Der Dresdner CDU-Politiker sprach von einem „fairen Angebot“.

Verdi empört über Arbeitgeber

Die Gewerkschaften reagierten dagegen empört. Für Verdi-Bundeschef Frank Bsirske war es „ein Akt der Missachtung, ein Akt der Geringschätzung, ein Akt der Ignoranz der Leistungen des öffentlichen Diensts“. So sehen das auch die Gewerkschafter in Dresden. Nach dem Arbeitskampf im Nahverkehr trifft es nun die Verwaltungen und Kindertagesstätten. In Dresden und Freital, wo es noch in größerem Umfang kommunale Kitas gibt, sind die Erzieher zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Am Mittwoch drohen damit erhebliche Einschnitte bei der Kinderbetreuung, am Donnerstag beginnt die nächste zweitägige Verhandlungsrunde.

Streiks auch in Verwaltungen

Außerdem zum Streik aufgerufen sind unter anderem die Mitarbeiter in den kommunalen Verwaltungen in Dresden und den umliegenden Landkreisen, sowie bei der Bundeswehr, der Stadtentwässerung und den Bibliotheken. Der Nahverkehr werde in dieser Runde nicht betroffen sein, hatte Verdi bereits erklärt. Es sei leider notwendig, so Gewerkschaftsvertreterin Drescher, die Warnstreiks erheblich auszudehnen, damit sich die Arbeitgeberseite endlich bewege. Auf besondere Empörung stößt bei den Mitarbeiter die Diskussion über Einschnitte in die Altersversorgung.

Kaufmann setzt auf „verantwortungsbewusste“ Verhandlungen

Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Linke) hofft auf eine Lösung bei der nächsten Verhandlungsrunde. Warnstreiks seien in steter Regelmäßigkeit Teil des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst. Sie setze „großes Vertrauen“ in die Teilnehmer der dritten Runde der Tarifverhandlungen und fügte hinzu: „Ich bin überzeugt, dass beide Seiten verantwortungsbewusst sowohl ein angemessenes Lohnplus als auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kommunen im Blick haben werden.“

Von Ingolf Pleil

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