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Am Donnerstag kommt es zum Dreikampf um Dresdens Tourist-Service

Am Donnerstag kommt es zum Dreikampf um Dresdens Tourist-Service

April nächsten Jahres die offizielle Tourist-Information in der Inneren Altstadt und am Hauptbahnhof? Wer hat das beste Buchungssystem, die beste Internet-Präsenz, das beste Call-Center für Anfragen von Touristen und den besten Prospektversand? Wer bietet den Touristen den besten Service, macht dazu das wirtschaftlichste Angebot? Drei Bieter präsentieren sich heute im Wirtschaftsausschuss zu diesen Fragen.

Wer betreibt ab 20. Von Ralf REDEMUNd

Danach will der Ausschuss entscheiden. Immerhin schießt die Stadt jährlich 900 000 Euro zu. Der Vertrag mit der DTG wurde wegen zahlreicher Pannen und der desaströsen Zwingerfestspiele gekündigt. DNN stellen die Konzepte der Kontrahenten in Kurzform vor.

Dresden Tourismus GmbH (DTG)

Der Wiederbewerber gehört zu 75 Prozent dem Tourismusverband Dresden (TVD) sowie der Werbeagentur-Inhaberin Angelika Bettenhausen (25 Prozent). Die DTG feuert extra den jetzigen Chef Ralph Sander, geht mit der Hypothek negativer Bilanzzahlen und der verkorksten Veranstaltung Zwingerfestspiele nach der Devise "Alles weiter wie bisher" ins Rennen, hat aber ein eingespieltes Team. Auch bei den Internetseiten soll alles beim Alten bleiben. Die Zusammenarbeit mit der Dresden Marketing GmbH (DMG) unter Bettina Bunge soll indes forciert werden - eigentlich eine Selbstverständlichkeit. TVD-Chef Michael Hupe wird dem Vernehmen nach heute nicht mit am Präsentations-Start sein.

Avantgarde Sales & Marketing

Die Werbeagentur hat ihren Hauptsitz in München, geht mit den Dresdner Mitarbeitern Stefan Meister und Robin Wenzel in den Ring. Avantgarde macht in Dresden den Besucherservice für die Staatlichen Kunstsammlungen, die Semperoper, die Staatskapelle und die VW-Manufaktur, punktet mit frischen Ideen, die nicht immer reell untersetzt sind. Ein Beispiel: Am DB-Reisezentrum im Hauptbahnhof soll auf 30 Quadratmetern eine gläserne, futuristisch anmutende Tourist-Information gebaut werden. Das Problem: Janusch Plewnia, DB-Center-Manager im Hauptbahnhof, weiß davon nichts, wie er auf Anfrage den DNN bestätigte. Zudem stammt das Buchungssystem aus der Busreisebranche. Es ist fraglich, ob die Hotels da mitmachen. Die Werbeprofis werden heute aber den anschaulichsten Vortrag liefern, fraglich ist, ob sie auch mit Inhalten glänzen können. Avantgarde will Dresden emotional besser verkaufen, hat mit einer Gruppen-Testanfrage an die DTG die Schwächen der DTG aufgezeigt: über eine Woche Bearbeitungszeit, kein konkretes Angebot, keine Beratung. Allerdings fehlen die Dresden Cards im Konzept.

Lars Knüpfer mit DD+V

Der vom TVD wegen seiner Kritik an den Zwingerfestspielen geschasste frühere DTG-Chef Lars Knüpfer hat sich einen starken Partner gesucht: das Dresdner Druck- und Verlagshaus (DD+V) unter Carsten Dietmann. Letzteres ruft in Stadtratskreisen leise Kritik hervor, der DD+V (Spitzname: die Krake) werde zu groß mit Zeitungen, Magazinen, Druckerei, Ticketservice, Reiseveranstalter, PostModern und Zustellbetrieb sowie zuletzt auch den Aufkauf einer Werbeagentur und das Mitmischen im Flohmarkt-Geschäft. Das Konzept indes scheint von allen vorgelegten die größte Reife zu besitzen, inklusive einer Internet-Strategie, den Dresden Cards, dem Gruppengeschäft, der Vermittlung von Pauschalreisen, dem Reservierungssystem Tomas und Online-Gutscheinen. Knüpfer vermeidet zudem eine Generalabrechnung mit der DTG.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.11.2012

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