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Am 13. September können Kinder und Jugendliche in Dresden den Bundestag wählen

Am 13. September können Kinder und Jugendliche in Dresden den Bundestag wählen

Wer unter 18 Jahre alt ist, darf nicht an der Bundestagswahl teilnehmen. Damit Kinder und Jugendliche dennoch Erfahrungen in gelebter Demokratie machen können, veranstaltet das Deutsche Kinderhilfswerk am 13. September in Dresden und zahlreichen anderen deutschen Städten eine symbolische U18-Wahl.

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Tamer Engelhardt kennt sich mit den verschiedenen Parteien noch nicht so gut aus.

Quelle: Stephan Hönigschmid
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"Die Kinder beschäftigen sich eigentlich nur mit der Wahl, weil wir das Thema an sie herantragen", sagt Ralf Markmann vom Kinder- und Jugendhaus Gorbitz.

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„Mit der U18-Wahl möchten wir junge Menschen beizeiten für Politik interessieren und außerdem eine Diskussion anstoßen, ob das Wahlalter auf 16 abgesenkt werden könnte“, sagt Andreas Borchert von der ehrenamtlichen Landeskoordinierungsstelle U18 in Sachsen. Die politischen Ansichten von Kindern und Jugendlichen sollen auf diese Weise noch besser Gehör finden, betont der 30-Jährige. Aus diesem Grund wird das Ergebnis auch auf der Homepage des Kinderhilfswerkes veröffentlicht.

Voraussichtlich 30 Wahllokale wird es in Dresden für die Jungwähler geben. Wie viele es genau sind, kann man noch nicht sagen, weil die Registrierung der Standorte noch bis zum 12. September über die Internetseite www.u18.org möglich ist. „Unter anderem haben sich Schulen und Jugendhäuser angemeldet“, berichtet Borchert.

Bereits zum zweiten Mal nimmt das Gorbitzer Kinder- und Jugendhaus Juchten an der U18-Wahl teil. „Wir möchten den Kindern beibringen, dass man sich im Leben einmischen muss, wenn man etwas verändern will“, sagt Mitarbeiter Ralf Markmann. Richtiges Interesse scheinen die Kinder allerdings an politischen Fragen nicht zu haben. „Wir setzen uns gemeinsam an den Wahl-O-Mat im Internet und gehen die Fragen durch. Allerdings sind diese oft nicht gerade kindgerecht gestellt“, so Markmann. Er räumt daher er ein: „Die Kinder beschäftigen sich eigentlich nur mit der Wahl, weil wir das Thema an sie herantragen.“

Diesen Eindruck bestätigt auch der 16-jährige Tamer Engelhardt: „Ich weiß eigentlich gar nicht, was die verschiedenen Parteien bezwecken“, sagt er. Bei der Dresden-Premiere der U18-Wahl vor vier Jahren beteiligten sich in dem Jugendhaus 80 Kinder und Jugendliche an der Wahl. Zwei Drittel von ihnen wählten entweder eine rechts- oder eine linksextremistische Partei.

Stephan Hönigschmid

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