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Albertbrücke: Tauziehen hinter den Kulissen geht weiter: Stadt verhandelt mit Wirtschaftsministerium

Albertbrücke: Tauziehen hinter den Kulissen geht weiter: Stadt verhandelt mit Wirtschaftsministerium

Offiziell gibt es zur Albertbrücke und der geplanten Sanierung nichts Neues. "Das Sächsische Wirtschaftsministerium will eine Befahrbarkeit der Brücke während der Bauzeit.

Die Stadt hat eine klare Beschlusslage, dass die Brücke für den Individualverkehr gesperrt wird", schreibt Stadtsprecher Kai Schulz auf Anfrage der DNN und setzt fort: "Solange der Stadtrat keinen neuen Beschluss fällt, wird die Stadt keine Änderung der Planung vornehmen." Was heißen würde: Die Sanierung startet im September, die Brücke wird für neun Monate für den Fahrzeugverkehr gesperrt, während die Straßenbahn weiter auf einem Gleis in beiden Richtungen fahren kann.

FDP-Stadtratsfraktionschef Holger Zastrow spricht von glatter Lüge, wenn er von einem Stadtratsbeschluss zur Sperrung der Brücke für den Individualverkehr hört. "Der Stadtrat hat im Gegenteil 2010 beschlossen, dass die Brücke befahrbar bleibt", zitiert Zastrow die Vorlage Nummer V0395/10, in der es heißt: "Durch den Bau einer Behelfsbrücke für den Fußgänger- und Radverkehr kann während der Bauzeit auf der Albertbrücke in jeder Fahrtrichtung eine Spur für den motorisierten Individualverkehr offen gehalten werden." Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz torpediere Beschlüsse des Stadtrates, wenn er auf einer Vollsperrung beharre, so Zastrow.

Hinter den Kulissen laufen Gespräche auf höchster Ebene zwischen der Stadt und dem Wirtschaftsministerium. So soll sich Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) vor gut zwei Wochen mit Staatssekretär Roland Werner getroffen haben. Ministeriumssprecher Florian Schaefer bestätigte konstruktive Gespräche zwischen Stadt und seinem Haus, ohne Personen zu nennen. Und verweist darauf, dass für den Bau der 1,75 Millionen Euro teuren Behelfsbrücke nur Fördermittel fließen, wenn es nicht zu einer Vollsperrung kommt. "Sie wurde errichtet, um den Individualverkehr ununterbrochen während der gesamten Bauzeit über die Albertbrücke führen zu können."

Die Mittel für die Behelfsbrücke sind aber nur ein Bruchteil des Geldes, das Dresden im Falle einer Vollsperrung durch die Lappen gehen würde. Denn wenn die Albertbrücke dichtgemacht werden kann, ist sie kein Bauwerk von besonderer Bedeutung. Dann gibt es nur 75 Prozent Fördermittel und nicht 90 Prozent, die bei besonders bedeutenden Bauwerken fällig werden. Bei einem 22,5 Millionen Euro teuren Vorhaben würde die Stadt auf mehr als drei Millionen Euro verzichten. Einen Fördermittelantrag hat die Stadt beim Ministerium noch nicht gestellt.

Weil es hinter den Kulissen brodelt. Die CDU-Fraktion, die sich bisher für eine Vollsperrung ausgesprochen hatte, soll sich nach DNN-Informationen intensiv mit der Möglichkeit einer 90-prozentigen Förderung befassen. Teurer wird der Brückenbau laut Zastrow ohne Vollsperrung nicht, er verlängere sich nur um bis zu sieben Monate. "Die Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, werden aber dankbar sein, wenn eine der am meisten befahrenen Brücken Sachsens wenigstens auf einer Spur offenbleibt", so Zastrow.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.05.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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