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Alaunpark bekommt einen Stadtgarten

Neues Projekt in der Dresdner Neustadt Alaunpark bekommt einen Stadtgarten

In Dresden wächst die Zahl der Gemeinschaftsgärten stetig. Jetzt kommt wieder ein neues Projekt dazu. Mitten im Alaunpark in der Dresdner Neustadt entsteht ein Gemeinschaftsgarten. Jeder, der Lust und Laune hat, kann dort mit gärtnern. Offizielle Eröffnung ist am 9. April 2016.

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Arbeitseinsatz vor Ostern im Alaunpark. Hier entsteht ein Gemeinschaftsgarten.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  20 Gemeinschaftsgärten umfasst das Gartennetzwerk Dresden mittlerweile. Jetzt kommt wieder ein neues Projekt hinzu – und zwar mitten im Alaunpark in der Dresdner Neustadt.

Vor Ostern gab es dort einen großen Arbeitseinsatz. Ein 17 Meter tiefer Brunnen wurde gebohrt. Viele junge Leute stachen Rasen ab, ackerten den Boden um, siebten Erde, entfernten große Steine und Glasscherben, legten einen Rundweg an, zimmerten Hochbeete, pflanzten eine Hecke und setzten einen Zaun. Diese Woche wird die Pumpe für den Brunnen installiert.

Initiator des Ganzen ist der Stadtgärten e.V. Dieser existiert seit 2014. 18 aktive Mitglieder zählt er nach eigenen Angaben. „Wir würden am liebsten alle öffentlichen Räume, Plätze und Parks zu fruchtbaren Experimentierfeldern machen“, wie man auch auf der Vereinsseite im Internet nachlesen kann. Im Alaunpark wurde nun also der Anfang gemacht.

Da das Ganze auf einer städtischen Grünfläche passiert, geht das nur in Zusammenarbeit mit der Stadt. Dort fand der Verein offene Ohren. „Wir haben uns zusammen vielleicht drei Dutzend mögliche Pachtflächen angesehen“, erzählt Paul Raphael Stadelhofer, Geschäftsführer des Stadtgärten e.V. Er hat an der TU Philosophie studiert, schreibt gerade an seiner Dissertation und verdient seinen Lebensunterhalt als Projektmanager für das Fundraiser-Magazin. Wie die anderen Mitglieder arbeitet er für den Stadtgärten e.V. ehrenamtlich.

320 Quadratmeter ist der neue Gemeinschaftsgarten im Alaunpark groß. Neben den schon erwähnten Hochbeeten, dem Rundweg und der Hecke u.a. mit Beerensträuchern soll er ein begehbares begrüntes Tipi, ein Hügelbeet, viele normale Beete und später auch ein Insektenhotel sowie Nisthilfen für andere Tiere bekommen. Der Gestaltungsplan entstand in Gemeinschaftsarbeit, die Ideen vieler flossen ein. Mitmachen kann ausdrücklich jeder. „Gestaltungswunsch, Ideenreichtum und Engagement sind herzlich eingeladen, bei uns Wurzeln zu schlagen“, wird in einer Vereinsmitteilung Vorstandsmitglied Alexander Polte zitiert.

Wie das Ganze am Ende gärtnerisch umgesetzt und vor allem organisiert wird, das ist offensichtlich noch in der Diskussion. „Wir haben an alle, die Interesse bekundet haben mitzumachen, Saatgut ausgegeben“, so Paul Stadelhofer. Kontakte gibt es u.a. zum Kindergarten Alaunkids. Der will mit den Kindern die ersten Beete mit Gemüse, Blumen und Kräutern bepflanzen. „Der Bepflanzungsplan soll zur Eröffnung des Gartens am 9. April erstellt werden“, sagt der Geschäftsführer des Vereins.

Obwohl der Garten umzäunt ist soll er jederzeit öffentlich zugänglich bleiben. Dass der eine nicht versehentlich und unwissend dort ackert, wo der andere schon gesät und gepflanzt hat, könnten Steckschilder und eine Informationstafel am Eingang regeln, so die Überlegung. Die Vereinsmitglieder wollen natürlich selbst so oft wie möglich vor Ort sein und auch dafür sorgen, dass das nötige Werkzeug vorhanden ist.

Der Stadtgärten e.V. sieht sich nach eigenen Angaben als Impulsgeber für einen partizipativen Umgang mit dem öffentlichen Raum. Das Alaunparkprojekt sei erst der Anfang. Finanziert wird die Pacht gegenwärtig durch die Beiträge der Vereinsmitglieder und durch Spenden. Unterstützer hat der Verein für sein Pilotprojekt bei der Sächsischen Umweltakademie des Urania e.V., bei der Schönenberger Systeme GmbH, der Stiftung Äußere Neustadt Dresden, dem Gartenbau-Ingenieurbüro Volker Croy, H-CoTec, Copyland Dresden, dem Spätshop am Goldenen Reiter und den solidarischen Landwirten von dem Projekt „Dein Hof“ in Radebeul. Weitere Unterstützer und Spender sind natürlich willkommen.

Von Catrin Steinbach

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