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Aktion Sicherheitswesten startet wieder

Aktion Sicherheitswesten startet wieder

Wuseliges Gedränge in der Turnhalle der Thomas-Müntzer-Grundschule. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) verteilte gestern im Rahmen einer bundesweiten Aktion wieder gelb-orangene Warnwesten an die Erstklässler.

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Paul, Hannah und Felix von der Thomas-Müntzer-Grundschule konnten sich mit den anderen Erstklässlern über die neuen Sicherheitswesten freuen.

Quelle: Christian Juppe

Insgesamt 72 Abc-Schützen wurden im Beisein von Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) mit den lebensrettenden Sicherheitswesten ausgestattet.

Zur sächsischen Auftaktveranstaltung mussten die Schulanfänger der Thomas-Müntzer-Grundschule auch beweisen, wie gut sie sich mit den Verkehrszeichen auskennen. Drei Schülerteams bewältigten einen Verkehrsparcours mit Ampeln, Stoppschildern und Zebrastreifen. Detlef Hastreiter vom ADAC Sachsen, Helmut Steeg von der Deutschen Post und Thorsten Rüthing von Porsche Leipzig fieberten als Spielpaten mit den Erstklässlern mit.

Rund 35­ 000 kostenlose Sicherheitswesten werden in den nächsten Wochen im Freistaat verteilt, bundesweit sind es sogar rund 770 000 Stück. Dadurch sollen die Schüler auch im Herbst und Winter, wenn es in der Früh noch lange dunkel ist, besser gesehen werden. An der Aktion sind die ADAC-Stiftung "Gelber Engel", die Deutsche Post, die Kinderorganisation "Ein Herz für Kinder" sowie der Verband der Automobilindustrie beteiligt. "Kinder sind die schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr. Sie besser zu schützen, ist die vorrangige Intention der Aktion Sicherheitswesten", sagte Hastreiter. "Dass heute fast jede sächsische Grundschule ihren Erstklässlern zum Schulbeginn die gelben Westen zur Verfügung stellt, ist ein toller Erfolg."

Auch Kultusministerin Kurth begrüßte die Aktion Sicherheitswesten, die bereits im vierten Jahr fortgesetzt wird. Sie zeigte sich erfreut, dass fast alle Erstklässler der Thomas-Müntzer-Grundschule den Schulweg vor Beginn des Schuljahres mit ihren Eltern geübt hatten. "Das zeigt, dass die Eltern die Sicherheitsproblematik auch zu Hause aufgreifen", sagte Kurth. "Das Zusammenspiel zwischen Schulen und Eltern ist wichtig, gerade wenn es um gefährliche Stellen auf dem Schulweg geht." Als Schulleiterin habe sie selber schon gemeinsam mit Elternvertretern einen Zebrastreifen vor ihrer damaligen Schule durchsetzen können.

Trotz rückläufiger Zahlen bei Verkehrsunfällen mit Kindern besteht indes kein Grund zur Sorglosigkeit. So verunglückten im Jahr 2012 auf Deutschlands Straßen 7817 Grundschüler zwischen sechs und zehn Jahren, 20 von ihnen starben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2013

Philipp Nowotny

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