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Akademischer Mittelbau der TU Dresden will Probleme öffentlich machen

Akademischer Mittelbau der TU Dresden will Probleme öffentlich machen

Die Technische Universität (TU) Dresden hat seit Dienstagabend eine eigene Mittelbau-Initiative, die die Interessen von akademischen Mitarbeitern, Doktoranden, Hilfskräften und Lehrbeauftragten vertreten und kommunizieren will.

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An der TU Dresden hat sich eine Initiative des akademischen Mittelbaus gegründet.

Quelle: dpa

Damit gehört die Universität zu den ersten deutschen Hochschulen, in denen sich die Nachwuchsforscher organisiert haben. Ein ähnliches Projekt an der Freien Universität Berlin ist im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks 2009 gegründet worden.

Rund 50 Mitarbeiter aus Forschung und Lehre versammelten sich in den Abendstunden in einem Seminarraum des Beyer-Baus, um die Initiative zu gründen und zu sondieren, was die neu geschaffene Struktur leisten soll und kann. In einem groß angelegten Brainstorming saßen die Akademiker in Kleingruppen zusammen und entwarfen Konzepte, die in den kommenden Wochen und Monaten in Arbeitsgruppen konkretisiert werden sollen. Die Mittelbau-Initiative sieht sich als Kommunikator und Mittler. Die bisher weitgehend unbekannten Probleme des akademischen Mittelbaus sollen in das öffentliche Bewusstsein getragen werden.

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Das Hauptproblem an der TU Dresden und an fast allen anderen deutschen Hochschulen sehen die Wissenschaftler in der Befristung ihrer Arbeitsverträge. Rund 80 Prozent des wissenschaftlichen Personals an der TU Dresden arbeitet auf befristeter Basis. Nicht eingerechnet sind die 405 wissenschaftlichen Hilfskräfte und 700 Lehrbeauftragten, die generell nur befristete Verträge besitzen. Zumindest für über die Hälfte der wissenschaftlichen Hilfskräfte gilt, dass deren Verträge weniger als sechs Monate laufen.

Doch auch mit der Bezahlung sind viele unzufrieden. „Ich erhalte 400 Euro und muss dafür nach meinem Arbeitsvertrag 20 Stunden im Monat arbeiten. In der Realität werden daraus aber schnell 120 Stunden. Mehr Geld sehe ich dafür trotzdem nicht“, sagt eine wissenschaftliche Hilfskraft am Rande der Initiativgründung. Sie und auch viele andere Anwesende wollen aus Angst vor Repressalien durch Vorgesetzte nicht mit Namen genannt werden. Hauptanliegen der Mittelbau-Initiative ist, dieses angstbedingte Schweigen zu brechen.

Hauke Heuer

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