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Akademie-Areal verkauft: Baywobau erwirbt Filetstück im Villenviertel Dresden-Loschwitz

Akademie-Areal verkauft: Baywobau erwirbt Filetstück im Villenviertel Dresden-Loschwitz

Der Freistaat hat sich vom alten Areal der Sächsischen Studienakademie in Loschwitz getrennt und dabei ordentlich Gewinn gemacht. Für das Doppelte des geschätzten Verkehrswertes ist die 13 Hektar große Liegenschaft an der Heideparkstraße 8, vor den Plattenbauten an der Radeberger Straße, an den Meistbietenden, die Bauträgergesellschaft Baywobau, gegangen.

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Der Freistaat hat sich von dem alten Gelände der Sächsischen Studienakademie an der Heideparkstraße 8 getrennt - und dabei ordentlich Gewinn gemacht.

2,85 Millionen Euro erzielte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) für das Anwesen. Die Mindestkaufpreiserwartung lag bei 1,42 Millionen Euro. Laut Sebastian Scheel (Die Linke), Vorsitzender des sächsischen Haushalts- und Finanzausschusses, wäre durchaus noch ein höherer Kaufpreis denkbar gewesen. Das Dreifache des Verkehrswertes sei bei Immobilien in Dresden mittlerweile normal, so Scheel.

Bei der Liegenschaft an der Heideparkstraße handelt es sich um eine zweistöckige, denkmalgeschützte Villa nebst Remise, die um 1913 als Dienstwohnung für den Dresdner Gruppenkommandeur errichtet wurde und zur Unterbringung hoher Militärs gedacht war. Nach 1945 diente das Haus Schulungszwecken. In den 50er und 60er Jahren kamen auf dem Gelände acht Unterrichtsbaracken hinzu. Von 1991 bis zu ihrem Umzug auf den Campus in der Johannstadt 2011 befand sich hier die Staatliche Studienakademie.

Die Gebäude, die seit Juni 2012 komplett leer stehen, sind stark sanierungsbedürftig. Bei der Villa, in der noch historische Einbauten vorhanden sind, hat vor allem an den Fenstern und der Außenfassade der Zahn der Zeit genagt. Die Immobilie im Loschwitzer Villenviertel eignet sich sowohl als Wohn- als auch als Gewerbegrundstück. Über die konkrete Bebauung werde voraussichtlich im Laufe eines Jahres im Zuge eines Bebauungsplans entschieden werden, äußert sich Hans Chlubek von der Dresdner Baywobau gegenüber den DNN.

Die Bauträgergesellschaft Baywobau hat sich durch seine Bauprojekte in Dresden einen Namen gemacht, unter anderem wesentlich den Neumarkt geprägt. So rekonstruierte sie in der Altstadt das Hotel de Saxe, baute das Swisshotel und den Löwenhof am Schloss. Aktuelles Großprojekt ist die Wiederbelebung des verfallenen Lahmann-Sanatoriums, wo insgesamt 60 Wohnungen und 22 Einfamilien- und Reihenhäuser entstehen sollen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.08.2013

Madeleine Arndt

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