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Aids-Hilfe Dresden kämpft für eine aufgeklärtere Gesellschaft

Aids-Hilfe Dresden kämpft für eine aufgeklärtere Gesellschaft

Die Aids-Hilfe Dresden e.V. tourt am Donnerstag, dem 1. Dezember, mit einem AIDS-Mobil durch Dresden. 16.30 Uhr: Robotron-Gebäude (Zinzendorfstraße 5/Pirnaischer Platz).

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Marie Wiedenbeck und Malte Reppel (r.) spielen die Hauptrollen in Bernd Kilians (Mi.) Kurzfilm zum Welt-Aids-Tag.

Quelle: Dietrich Flechtner

Aus dem Programm zum Welt-AIDS-Tag:

Die Aids-Hilfe Dresden e.V. tourt am Donnerstag, dem 1. Dezember, mit einem AIDS-Mobil durch Dresden. An folgenden Orten/Zeiten wird ein Kurzfilm an Hausfassaden projiziert:

16.30 Uhr: Robotron-Gebäude (Zinzendorfstraße 5/Pirnaischer Platz).

17.00 Uhr: Hygienemuseum, Lingnerplatz 1.

17.45 Uhr: Hotel Pullman Dresden Newa, Prager Straße 2c,

18.30 Uhr: Schauspielhaus, Theaterstraße 2.

19 Uhr: Dresdner Zwinger (außen)

19.30 Uhr: Semperoper, Theaterplatz 2.

20.15 Uhr: Sozialministerium, Albertstraße 10.

20.45 Uhr: DVB-Hochhaus am Albertplatz.

21.15 Uhr: Postgebäude Königsbrücker Straße.

21.45 Uhr: Schauburg, Königsbrücker Straße 55.

Der Film dauert circa fünfeinhalb Minuten und wird pro Spielort zweimal vorgeführt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch. Auf Tonsequenzen wurde verzichtet.

Kostenlose Beratung zu HIV und AIDS erteilt der Aids-Hilfe Dresden e.V., Bischofsweg 46, Tel. 4416141, In- ternet: http://dresden.aidshilfe.de. E-Mail: info@aidshilfe-dresden.de. HIV-Tests führt anonym und kostenlos das Gesundheitsamt Dresden durch, Bautzner Straße 125, Tel. 8165025. www.dresden.de/de/02/or/anliegen/c_16.php

Sind wir über den Berg? Die Frage drängt sich förmlich auf, wenn man sich auf die Suche nach dem Dresdner Veranstaltungsprogramm anlässlich des diesjährigen Welt-AIDS-Tages am kommenden Donnerstag macht. Und suchen muss man in der Tat. Im Unterschied zu vergangenen Jahren, als Stadt, Land, Vereine und Kirchen noch mobil machten, steht 2011 der Aids-Hilfe Dresden e. V. einigermaßen allein auf weiter Flur.

Mit einem AIDS-Mobil will der seit 21 Jahren in Dresden aktive Verein am 1. Dezember durch die Stadt touren, im Gepäck einen fünfeinhalbminütigen Kurzfilm. Zwei junge Menschen, Junge und Mädchen, finden sich anziehend, flirten und landen schließlich bei ihm. Die Kondomschachtel liegt griffbereit - und wird doch ignoriert. "Wir wollten einmal anders an die Öffentlichkeit gehen und noch bewusster auf die Problematik des Schweigens im Umgang mit Sexualität und Verhütung aufmerksam machen", sagt Uwe Tüffers, Leiter der Beratungsstelle am Bischofsweg.

"Die meisten AIDS-Informations-Kampagnen sind sehr plakativ. Wir wollten einmal mittels bewegter Bilder das erzählen, was tatsächlich passiert", beschreibt Tüffers die Idee, die ihn schon lange umtrieb. Für die Umsetzung hat man sich Filmemacher Bernd Kilian ins Boot geholt. Über das Medium Film erhofft sich der Verein, der jährlich etwa 600 Beratungsgespräche durchführt, noch mehr Menschen zu erreichen. Insbesondere in Sachen gesellschaftliche Akzeptanz sieht Tüffers noch viele Kapazitäten: "Hier hat sich in den letzten 20 Jahren wenig bewegt. Noch immer gibt es viel Diskriminierung." Eine HIV-Infektion löse in vielen Menschen immer noch Assoziationen mit etwas Schmutzigem und Gefährlichem aus. Mehr Unterstützung fordert Tüffert vor allem von lokalen Politikern, die sich außerhalb offizieller Termine wenig für die Krankheit und die Betroffenen interessierten.

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland 2011 abermals deutlich gesunken. Hat die Tatsache, dass HIV-positiv zu sein heute nicht mehr zwingend ein Todesurteil bedeutet, zu einem Bedeutungsverlust in der Präventionsarbeit geführt? Dass selbst Homosexuellen-Vereine und Kirchen in Dresden den Welt-AIDS-Tag weitgehend ungenutzt verstreichen lassen, macht nachdenklich. Die Fortschritte der vergangenen Jahre sollten eher ermutigen, weiterzukämpfen, sagt Uwe Tüffers.

Nach wie vor übersteigt in Deutschland die Zahl der Neuinfektionen die der Todesfälle. Und mit jedem Jahr steigt die Zahl derer, die mit dem HI-Virus leben müssen (derzeit 73 000). In diesem Jahr bedeutete die Krankheit noch immer für 500 von ihnen den Tod. Es ist nicht vorbei.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.11.2011

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