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Affäre um Verleger: Gibt es eine DNN-Presse-Zensur im Sportamt

Affäre um Verleger: Gibt es eine DNN-Presse-Zensur im Sportamt

Hat der Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebes, Sven Mania, eine Presse-Zensur ausgeübt, indem er unliebsame Artikel nicht mehr im täglichen Pressespiegel erscheinen ließ, um "Herrn Verleger zu schützen"? Gleich fünf Artikel der DNN sollen im Zusammenhang mit dem Wirken von Jörn-Torsten Verleger als Chef des Veranstaltungsbüros zur Fifa-Frauen-Weltmeisterschaft 2011, Fifa-U-20-Frauen-WM 2010 und des Evangelischen Kirchentages 2011 von dieser Art Zensur betroffen sein.

Das jedenfalls meint FDP-Stadträtin Bärbel Lässig nachweisen zu können - und noch mehr. Jedenfalls hat die Liberale jetzt eine Anfrage zu dem Thema "Fragwürdige und unvollständige Presseschau" auf den Weg gebracht.

Mania weist auf DNN-Nachfrage den Vorwurf der Presse-Zensur weit von sich. Es gebe keine Anweisung, DNN-Artikel nicht mehr auszuschneiden, einzuscannen und auf einem innerbetrieblichen Computer-Laufwerk abzulegen. Denn nur das gebe es täglich für interne Zwecke, einen offiziellen Pressespiegel gebe es nicht. Allerdings gibt Mania zu, dass es eine "operative Einzelfallentscheidung" zu einem DNN-Artikel vom 17. Dezember 2011 gegeben habe. Dieser Artikel sei "irgendwie vergessen" worden. Als man das bemerkt habe, sollte sich der zuständige Mitarbeiter im Nachhinein nicht noch unnötige Arbeit machen, da entsprechende Presseerzeugnisse anderer Medien bereits erfasst seien und in dem DNN-Artikel nichts Neues stünde. Die DNN reportierte darin, dass nun das komplette Wirken von Verleger als Chef des Veranstaltungsbüros auf dem Prüfstand stehe. So hatte es der Stadtrat beschlossen. Anlass waren die bereits vom Rechnungsprüfungsamt bestätigten Unregelmäßigkeiten beim Umgang mit Ehrenkarten (DNN berichteten).

Auch die Staatsanwaltschaft macht indes Jagd auf Verleger, der seit Oktober im Sportamt als Abteilungsleiter für die Absicherung des Betriebs von städtischen Sportstätten und Bädern zuständig ist. Die Behörde wird bewerten müssen, ob es strafrechtlich relevante Vergehen von Verleger gibt. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.01.2012

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