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Affäre Zwingerfestspiele: Hilbert suspendiert Mitarbeiterin

Affäre Zwingerfestspiele: Hilbert suspendiert Mitarbeiterin

Die Affäre um das Finanzgebaren bei den Zwingerfestspielen hat ihr erstes Personal-Opfer in der Dresdner Verwaltung. Nach dem DNN-Exklusivbericht über die privaten Verquickungen seiner Referentin für Kommunalwirtschaft mit den Zwingerfestspielen hat Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) Bärbel von Alt-Stutterheim vorübergehend vom Dienst suspendiert.

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Bereits in unserer Wochenendausgabe berichteten wir über die Kredit-Affäre - nun hat der Bericht personelle Konsequenzen.

Von Ralf Redemund

Sie sei von den Aufgaben und Verpflichtungen, was den Tourismus-Bereich angehe, entbunden worden, hieß es auf DNN-Anfrage aus Hilberts Geschäftsbereich.

Wie die DNN berichteten, hat von Alt-Stutterheim privat 15 000 Euro in die Zwingerfestspiele gesteckt. Das private Theaterspektakel wird von einer Tochterfirma der Dresden Tourismus GmbH (DTG) organisiert. Gleichzeitig ist von Alt-Stutterheim aber bei Hilbert meinungsbildend für den Tourismus-Bereich und die Vergabe von städtischen Geldern an die DTG zuständig. Hilbert erfuhr vom Privatengagement seiner engen Vertrauten erst aus den DNN. Pikant: Die erneute finanzielle städtische Förderung von rund 900 000 Euro an die DTG stehen unmittelbar bevor.

Viel schwerer aber wiegt für Hilbert wohl der Vertrauensverlust. Denn auch andere Ungereimtheiten im Zusammenhang mit den Zwingerfestspielen habe der amtierende Dresdner Oberbürgermeister erst aus den DNN erfahren, hieß es gestern im Stadtrat. Darunter auch die Information, dass es knapp ein Dutzend Darlehensgeber gibt, die das sechsstellige Einnahme-Loch der Zwingerfestspiel-Veranstalter stopfen sollen. Durch den Verkauf der weiteren Festspiel-Rechte sollen dann die Darlehen bedient werden, hieß es.

Wie es mit der Hilbert-Mitarbeiterin weiter geht, ist ungewiss. Die frühere rechte Hand des einstigen Dresdner Sozialbürgermeisters Tobias Kogge (CDU) hat dem Vernehmen nach nun Zeit, sich schriftlich zu ihren Verquickungen und Engagements zu äußern. Sie soll den Darlehens-Sachverhalt aber bestätigt haben.

Nach wie vor warten Stadt und Öffentlichkeit auf die Abschluss-Bilanz der Zwingerfestspiele, die am 21. August zu Ende gegangen sind. Derweil verhandeln der Vorstand des Tourismus-Verbandes Dresden (TVD) sowie DTG-Chef Ralph Sander mit Interessenten an der Ausrichtung der Zwingerfestspiele. Doch der pekuniäre Wert der Veranstaltung ist umstritten.

Am Rande der gestrigen Sitzung des Stadtrates in der Dreikönigskirche wurde von einigen Räten das verhängnisvolle Sponsoren-Engagement von Regional-Firmen wie VNG, VVO und Möbel Höffner bei den Zwingerfestspielen diskutiert. Der Sponsoren-Kuchen in Dresden werde nicht größer. Leidtragende seien zum Beispiel die Eislöwen ohne weiteres Höffner-Geld oder der DSC-Volleyball, dessen Antrag auf Förderung von dem Gasversorger VNG abgeschmettert worden sei.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.11.2011

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