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AfD streitet über ihr Verhältnis zu Bachmanns Pegida-Organisation

Streit AfD streitet über ihr Verhältnis zu Bachmanns Pegida-Organisation

Bei der AfD gibt es Streit um das Verhältnis zu Pegida. Während die sächsische Landtagsfraktion der „Alternative für Deutschland“ Bachmann attackiert, spricht sein Kollege Siegfried Däbritz bei der AfD in Erfurt.

Die AfD will mit Lutz Bachmann nichts zu tun haben.

Quelle: Archiv

Dresden. Die AfD streitet um ihr Verhältnis zu Pegida. Das ist einem Brief der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag zu entnehmen, der an die Kollegen in Sachsen-Anhalt adressiert war und den der FAZ-Redakteur Justus Bender bei Twitter veröffentlicht hat. Darin ist von einem „bewussten Affront“ die Rede. Anlass ist der Auftritt des Magdeburger AfD-Landtagsabgeordneten Hans-Thomas Tillschneider am 9. Mai bei Pegida vor dem Hauptbahnhof. Diese Premiere hatte Pegida-Gründer Lutz Bachmann höchstpersönlich auf der Bühne gefeiert. Tillschneider lobte die Bewegung anschließend und sagte, Bachmann sollte das Bundesverdienstkreuz bekommen.

Es sei „völlig unverständlich“, dass Tillschneider den Pegida-Chef, „der am 3. Mai wegen Volksverhetzung verurteilt worden ist und daneben 12 weitere Vorstrafen aufweisen kann, für das Bundesverdienstkreuz vorschlägt“, monieren die Unterzeichner des Schreibens, allen voran die AfD-Landesvorsitzende Frauke Petry. Tillschneider habe der Partei mit seinem Auftritt in Dresden geschadet, heißt es weiter. Zwischen der AfD und Pegida gebe es „eine direkte Konkurrenzsituation“ und die Partei habe wegen „inhaltlicher Differenzen ein recht distanziertes Verhältnis zum Pegida-Orgateam.

Unterdessen hat der so heftig kritisierte AfD-Landtagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt den nächsten Schritt gemacht. Tillschneider ist vor einer reichlichen Woche gemeinsam mit Bachmanns rechter Hand, Siegfried Däbritz, in Erfurt aufgetreten. Der Pegida-Redner bezog dabei Position gegen den geplanten Bau einer Moschee in der thüringischen Landeshauptstadt.

Unterdessen wird immer deutlicher, dass Lutz Bachmann und Tatjana Festerling auf Konfrontationskurs sind. Seitdem sich die ehemalige OB-Kandidatin der Organisation für das Bündnis „Festung Europa“ engagiert, ist sie kaum noch auf Pegida-Demonstrationen aufgetreten. Zuletzt war sie beim „Abendspaziergang“ am 9. Mai dabei, allerdings „nur“ als Teilnehmer des Rundgangs in einer hinteren Reihe. In einem aktuellen Demoaufruf zu einem Pegida-Treffen im österreichischen Graz am Sonnabend wird sie als „Stargast“ angekündigt, allerdings mit dem Zusatz „Festung Europa“. Pegida-Mitstreiter Edwin Wagensveld, der früher ebenfalls häufig bei Pegida in Dresden gesprochen hat, wird dort dagegen noch als Vertreter von „Pegida Holland“ angekündigt. Tatjana Festerling selbst antwortete nicht auf eine DNN-Frage zu ihrem aktuellen Engagement bei Pegida in Dresden.

Von Christoph Springer

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