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AfD fordert würdiges Mahnmal für 13. Februar auf dem Dresdner Altmarkt

AfD fordert würdiges Mahnmal für 13. Februar auf dem Dresdner Altmarkt

Die Vertreter der „Alternative für Deutschland“ (AfD) im neuen Stadtrat wollen mit einem würdevollen, aber deutlich sichtbaren Mahnmal an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 erinnern.

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Die Gedenkplakette auf dem Altmarkt soll nach Meinung der AfD deutlich aufgewertet werden.

Quelle: Dietrich Flechtner

Die bereits bestehende Gedenkplakette auf dem Altmarkt soll dafür deutlich aufgewertet werden. Momentan nehme man diese inmitten der Marktbuden kaum wahr. In einem bereits formulierten Antrag für den Stadtrat argumentiert die AfD, dass dies nach außen hin „verletzend beiläufig und banal wirkt“. Sie regt an, eine kleine Gedenkstätte deutlich abzugrenzen, etwa mit Hilfe eines Sockels, an dem Dresdner in Stille verweilen können.

Aus Sicht von Stadtrat Gordon Engler braucht es solch ein Mahnmal, da die in den 1980er Jahren um die damalige Ruine der Frauenkirche entstandene Gedenkkultur immer mehr in den Hintergrund trete. „Das öffentliche Bild wird leider zu oft bestimmt von Demos und Gegendemos, krawallartigen Auseinandersetzungen zwischen Radikalen gegensätzlicher politischer Ausrichtung sowie massiven Polizeieinsätzen. Tausende Dresdner, die mit Würde und Ruhe ihrer Toten sowie der Zerstörung ihrer Stadt gedenken wollen, finden seit Jahren keinen wirklich angemessenen Rahmen mehr dafür“, sagt Engler.

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Das Gedenken an der Frauenkirche am Abend.

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Der Vorstoß der AfD wird voraussichtlich in der Stadtratssitzung am 16. Oktober diskutiert. Die Fraktion knüpft an einen Stadtratsbeschluss von vor zwei Jahren an, der die Integration eines Mahnmals zum 13. Februar in der Gedenkstätte Busmannkapelle vorsieht. Davon hält man in der AfD-Fraktion nicht viel. Deren Mitglieder favorisieren den Standort Altmarkt, wo die Leichen der bei den Luftangriffen getöteten Menschen verbrannt wurden. „Wir haben überhaupt nichts gegen die Busmannkapelle. Aber wir glauben, dass diese Gedenkstätte durch ihren nachträglichen Abriss im Jahr 1963 einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt legt“, erklärt AfD-Fraktionsgeschäftsführer Hans-Holger Malcomeß.

Darüber hinaus fordert die Partei, die innerhalb weniger Wochen aus dem Stand in drei Landtage eingezogen ist, die Öffnung des Zeitzeugenarchivs rund um den 70. Jahrestag der Zerstörung Dresdens. Dazu sollen ab Februar 2015 die gesammelten Dokumente, Zeugnisse und Filme für jeden frei zugänglich im Rahmen einer mehrmonatigen Sonderausstellung präsentiert werden.

Christoph Stephan

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