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Ärzte ohne Grenzen in Dresden: Ausstellung zeigt „Überleben auf der Flucht“

Ärzte ohne Grenzen in Dresden: Ausstellung zeigt „Überleben auf der Flucht“

„Überleben auf der Flucht“ heißt die Ausstellung der Organisation der Ärzte ohne Grenzen, die bis zum Samstag auf dem Platz des Dr.-Külz-Rings / Seestraße aufgebaut ist.

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Ärzte ohne Grenzen: Anja Braune (links) und ihre Kollegin Stephanie Sieb berichten in der Ausstellung in Dresden von ihren Tätigkeiten.

Quelle: Dominik Brüggemann

Mit Hilfe von Flüchtlingszelten, mobilen Arztpraxen und Wasseraufbereitungsstationen vermitteln die Mitarbeiter einen Eindruck ihrer Hilfe aus betroffenen Einsatzgebieten wie Haiti, Sudan oder Äthiopien.

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Die Organisation Ärzte ohne Grenzen zeigt in Dresden mit einer Ausstellung ihre Hilfe im Ausland.

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In Dresden berichtet Anja Braune von ihren Einsätzen, die eben erst aus dem türkisch-syrischen Grenzgebiet wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist. „Dort haben wir den syrischen Flüchtlingen geholfen und sie medizinisch versorgt“, so die gelernte Krankenschwester, die seit fünf Jahren für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz ist. An der Trinkwasserstation zeigt sie, wie Wasser gechlort und somit trinkbar gemacht wird. „Fünf Liter Wasser sollte jeder Mensch mindestens am Tag zur Vefügung haben. In Deutschland laufen bei einer Klospülung bis zu neun Liter durch“, ordnet sie die elementare Bedeutung des Wassers ein. Prioritäten ließen sich in Krisengebieten jedoch schwer treffen. Sicherheit und Nahrung seien genauso wichtig für die Menschen, die ihre Hilfe benötigen.

Im Fokus ihrer Arbeit liegt jedoch die medizinische Hilfe. „Wir arbeiten mit den einfachsten Mitteln. Ultraschallgeräte oder Röntgenapparate stehen uns in den abgelegenen Gebieten nicht zur Verfügung“, so Braune, die beispielsweise Kinder mit einem simplen Metalltrichter abhört. Besonders komplex seien Impfkampagnen, da das Mittel stets gut gekühlt sein muss. In der Hitze von Zentralafrika wird eine intakte Kühlkette somit zur Herausforderung. Teils müssten per Radkurier und Kühlbox entlegenste Dörfer angesteuert werden, da selbst Motorräder nicht zur Verfügung stünden.

Anja Braune hat ihren Job als Krankenschwester in Berlin aufgegeben und arbeitet hauptberuflich für die Organisation, die einzig von privaten Spendengebern unterstützt wird. „Wir haben die Chance, etwas Effektives zu tun. Die Leute vor Ort sind uns dankbar“, sagt sie und berichtet von der Lebensfreude, die sie in Afrika erlebte, die viele Sorgen vergessen mache. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas aufgeben habe, sondern sehr viel gewonnen habe."

Die Ausstellung ist bis zum Samstag täglich bis 20 Uhr geöffnet. Neben Fotos und Infotafeln können Besucher in die Rolle eines Arztes oder Logistikers schlüpfen und sich einen Eindruck der Arbeit verschaffen. Weitere Infos biete die Homepage der Organisation.

dbr

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