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Ärger in der Tiefgarage an der Frauenkirche: Konzertbesucher teils eine Stunde lang eingesperrt

Ärger in der Tiefgarage an der Frauenkirche: Konzertbesucher teils eine Stunde lang eingesperrt

Die wenigsten halten sich gerne in Tiefgaragen auf. Die Luft ist stickig und das Dröhnen der Motoren schallt lautstark von den Betonwänden wider. Am vergangenen Donnerstagabend mussten die Besucher eines Konzertes der Dresdner Philharmonie, die in der Frauenkirche auftrat, unfreiwillig besonders viel Zeit in dem unwirtlichen Ambiente des Parkhauses an der Frauenkirche 12a verbringen.

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Dieser Schlagbaum hinderte Autofahrer am Donnerstagabend an der Ausfahrt.

Quelle: Hauke Heuer

Nach Informationen von Konzertgästen war die Tiefgarage bereits vor dem Konzert sehr voll. Nach der Veranstaltung habe man dann von der untersten Ebene der Anlage rund 25 Minuten gebraucht, um zu der Ausfahrt zu gelangen. Hier nahm der Ärger seinen Anfang. Wie ein Konzertgast berichtet, habe der Automat von den Ausfahrenden eine Nachzahlung verlangt, da die Karenzzeit nach dem Bezahlen am Automaten überschritten sei. Nach einiger Zeit habe dann ein Autofahrer die Schranke angehoben, um den Weg frei zu machen. Dies sei nötig gewesen, da sich weder im Servicepunkt ein Mitarbeiter der Garage befand, noch unter der Hotline jemand zu erreichen gewesen sei. Insgesamt soll die Odyssee unter Tage für einige Betroffene über eine Stunde gedauert haben.

Der zuständige Leiter der Tiefgarage wollte sich nicht näher zu den Vorgängen äußern, teilte aber mit, dass an dem Abend gegen einen der Autofahrer Anzeige wegen Vandalismus erstattet wurde. Die Dresdner Polizei bestätigte den Eingang der Anzeige. Einer der Autofahrer solle ausgestiegen sein und die Schranke abgebrochen haben, um für sich und die anderen freie Fahrt zu schaffen, so die Polizei. Dabei sei ein Sachschaden über mehrere Tausend Euro entstanden. Wie die Polizei mitteilt, seien die ersten Anrufe auf der Wache um 22.40 Uhr eingegangen. Dort hätten die Autofahrer angegeben, bereits eine halbe Stunde in der Garage festzusitzen. Die Beamten hätten dann nach einiger Zeit einen Servicemitarbeiter des Wachdienstes erreicht, der den beschädigten Schlagbaum entfernte, so dass die Autofahrer wieder freie Fahrt hatten.

Da sich die Mitarbeiter der Tiefgarage nicht äußern wollen, ist es schwer festzustellen, ob der mutmaßliche Vandalismus des Autofahrers für die lange Wartezeit verantwortlich war. Folgt man den Schilderungen eines Konzertbesuchers, war es indes genau diese Aktion, die nach über einer Stunde den Autos die Ausfahrt ermöglichte. So oder so - die gute Laune nach dem Konzertbesuch war sicher dahin.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2013

Hauke Heuer

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