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Advanta-Riegel in Dresden soll Wohnhaus werden

Advanta-Riegel in Dresden soll Wohnhaus werden

Verfall an Dresdens bester Adresse: Der sogenannte Advanta-Riegel gegenüber dem Zwinger bietet ein Bild des Jammers. Die Geschäfte stehen größtenteils leer, Bauzäune versperren die Durchgänge.

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Noch ein Schandfleck im Herzen Dresdens: der Advanta-Riegel.

Quelle: C. Fritzsche

Aber jetzt gibt es neue Hoffnung für das umstrittene Bauwerk: Nach DNN-Informationen hat ein Immobilienfonds den Advanta-Riegel erworben und will ihm neues Leben einhauchen.

Der Investor will sich noch nicht öffentlich äußern, aber Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) bestätigte auf DNN-Anfrage: "Der neue Eigentümer beabsichtigt, das seit vielen Jahren leerstehende Gebäude zu revitalisieren." Dabei sei eine Nutzungsänderung geplant: In Dresden boomt der Wohnungsbau, der Käufer des Advanta-Riegels will auf diesen Zug aufspringen und ein Wohn- und Geschäftshaus entwickeln.

"Es ist eine Nutzungsmischung aus Läden, Gastronomie, Büro und Wohnen geplant", so Marx. Das Stadtplanungsamt habe der Nutzungsänderung - ursprünglich war der Advanta-Riegel als Bürohaus genehmigt worden - eine Zustimmung nach Paragraf 34 Absatz 1 Baugesetzbuch in Aussicht gestellt.

Während der Umbau im Inneren des Gebäudes relativ unproblematisch erscheint, sind Eingriffe in die eigenwillige Architekur schwierig. "Das Gebäude ist im Ergebnis eines Wettbewerbsverfahrens nach den Plänen des Architekten Heinz Tesar errichtet worden. Erklärtes Ziel bei Fassadenänderungen muss die maßgebliche Erhaltung des Gestaltungscharakters und die Einbindung des Entwurfsverfassers sein", so Marx. Die Gespräche zu geplanten Änderungen an der Fassade seien noch nicht abgeschlossen.

Ein Dresdner Architekturbüro hat auf seiner Internetseite unter Referenzen eine architektonische Studie zur Umnutzung des Advanta-Riegels in ein Wohngebäude erwähnt. In der Studie würden neue gestalterische Aspekte untersucht, heißt es. Reden wollten die Architekten über das Projekt jedoch nicht - mit dem Kunden sei Geheimhaltung vereinbart worden, hieß es auf Anfrage der DNN.

Thomas Löser, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat, fordert eine Überarbeitung der Fassade besonders an der Stirnseite zum Zwinger. "Man sieht nur Beton. Das sollte aufgelockert werden." Der Investor solle seine Entwürfe dem Bauausschuss vorstellen, forderte Löser. Dem erteilte Marx eine Absage: "Der Ausschuss berät in der Regel keine Vorhaben nach Paragraf 34", erklärte er.

Der Advanta-Riegel wurde 1999 errichtet. Das Haus am Zwinger ist 175 Meter lang und 15,65 Meter breit. Es besitzt eine Tiefgarage über zwei Ebenen sowie ein Erdgeschoss mit sieben Obergeschossen. Die Geschossfläche mit beiden Untergeschossen beträgt 26 700 Quadratmeter. Zum Gebäude gehört ein rund 7000 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem teilweise die Sophienkirche stand.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.01.2015

Baumann-Hartwig, Thomas

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