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Achtklässler der Dresden International School berichten über ihr Solarprojekt auf dem Dach

Achtklässler der Dresden International School berichten über ihr Solarprojekt auf dem Dach

Ein kleiner Brunnen plätschert friedlich vor sich hin, Vögel zwitschern in den Bäumen. Bienen und andere Insekten fliegen eifrig von Blüte zu Blüte. Der Duft der Blumen lädt in dieser friedlichen Atmosphäre zum Verweilen ein.

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Tim und Hannes, unten v.l.: Isabel, Bea, Lotti, Charlotte und Moa aus der Klasse 8b mit Sunny, der Solarzelle.

Quelle: Carola Fritzsche

Dieser idyllische Ort liegt nicht im Grünen sondern im Zentrum der Stadt Dresden. Denn seit 2012 gibt es den Schulgarten in der Internationalen Schule Dresden (DIS). Vor der Eröffnung wurde hier sogar eine Solaranlage errichtet. In den nächsten Jahren sollen noch viele weitere Solarzellen folgen.

Die ersten Ideen für das Projekt entstanden vor sieben Jahren. "Allerdings kamen Diskussionen darüber auf, ob das Dach für eine Konstruktion dieser Art überhaupt geeignet ist", erklärt Kai Simons, der Präsident des Fördervereins, uns Schülern der DIS. Also ruhte das Projekt, wurde jedoch nach der Renovierung vor zwei Jahren wieder aktuell, wie wir vom Förderverein erfuhren. Simons meint, die Leute von heute müssten sich mehr mit den fossilen Ressourcen beschäftigen, da sie bald nicht mehr verfügbar seien. Ebenso müssten wir in den nächsten fünfzig Jahren neue Lösungen für die Energieprobleme der Weltbevölkerung finden, weswegen dieses Energieprojekt so wichtig sei.

Wir Schüler von heute spielen eine wichtige Rolle in der Zukunft. Wir brauchen die Ideen für die Verbesserung der aktuellen Energiesituation. Unsere Schule plant dieses Projekt, weil sie den Umweltschutz fördern will, indem sie selbst "grüne Energie" nutzt. Dadurch sollen wir einen verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Umwelt lernen. Dazu gehört auch der Umgang mit Energie, da die Menge an fossilen Brennstoffen begrenzt ist und alternative Energiequellen für die Zukunft weltweit große Bedeutung haben.

Unser spezielles Projekt nennt sich "DIS goes green" und ist Teil einer Initiative, die am Anfang des Schuljahres 2012/13 startete und auf das umweltbewusste Leben im 21. Jahrhundert vorbereiten soll. Hier im Schulgarten funktioniert es ja schon ganz gut, aber wie kam die Idee überhaupt auf? Darüber haben wir mit Frau Proppé aus der Marketingabteilung gesprochen: "Die globale Idee wurde in der DIS Community entwickelt, weil die Schule den Umweltschutz fördern und grüne Energie nutzen wollte. Die DIS unterstützt die Schüler dabei, global-denkende Bürger zu werden, so dass sie für ihre Umwelt und Zukunft verantwortlich werden, indem sie auf erneuerbare Energie setzen." Zusätzlich soll das Projekt in den Lehrplan integriert werden, wie David Prochaska, ein Lehrer der Schule, verriet: "Die Schüler sollen vor allem in den Naturwissenschaften von der Anlage profitieren."

Wir Schüler finden vor allem eine Idee toll: Es soll ein Solarlabor auf dem Dach eines Gebäudes entstehen. Dort scheint sehr viel Sonne, weshalb "Sunny", unsere Solarzelle aus Freiberg, Licht in Gleichstrom konvertieren kann. In dem Laboratorium sollen wir lernen, wie Sunny hergestellt wurde und wie eine Solarzelle funktioniert.

Eine Frage, die wir uns gestellt haben war, wer das Labor bauen wird. Bernd Vollmer, ein Mitglied des Schulvorstands, hat uns auf diese Frage geantwortet: "Während des Schuljahres werden die Schüler selbst mit der Hilfe von Lehrern und Eltern das Solar-Laboratorium bauen." Damit werden wir also auch bei der Entstehung unseren Teil beitragen.

Umweltschutz kostet jedoch viel Geld. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf ungefähr 110 000 Euro, davon kostet alleine schon die Laptop-Aufladestation bis zu 10 000 Euro. Laut Bernd Vollmer sollte das Projekt durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) finanziert werden. "Die Erträge vom Strom der Solaranlage sollten eine jährliche Finanzierungsquelle für die nächsten 20 Jahre sein. Jedoch ändert sich die politische Lage und die Förderung verringert sich kontinuierlich", so Vollmer.

Aus diesem Grund wurde das Ziel des Solarprojekts von einem Anlegermodell zu einem Eigenverbrauchsmodell geändert. Jede der geplanten 220 Solarzellen soll ungefähr 240 kWH Strom erzeugen. Mit diesem Strom soll die Initiative "Bring Your Own Device" (Bring deinen eigenen Laptop mit) mit der Laptopladestation unterstützt werden. Ein Projekt dieser Größe läuft aber meist nicht ohne Probleme. Und einige davon sind immer noch nicht gelöst, wie uns Kai Simons verriet: "Bevor Spenden für das Projekt gesammelt werden können, muss es erst fest im Lehrplan verankert werden. Aber zum Glück hat sich die Planung von zunächst 100 000 Euro auf 10 000 Euro verringert."

Vier Kollektoren konnten bis jetzt durch Spenden finanziert werden. Wie das Projekt jedoch weitergeht, wird erst die Zukunft zeigen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.07.2014

Von der Klasse 8b

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