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Abwassergebühr in Dresden bleibt bis 2018 stabil

Faultürme in Kaditz sind ein Erfolgsmodell Abwassergebühr in Dresden bleibt bis 2018 stabil

Gute Nachricht für alle Dresdner: Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung der Landeshauptstadt plant bis 2018 keine Gebührenerhöhungen. Das steht im Geschäftsbericht des Unternehmens für das Jahr 2014, der jetzt vorliegt. Der Eigenbetrieb erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein kleines Plus.

Die 2012 in Betrieb genommenen markanten Faultürme sollten den Energiebedarf der Kläranlage zunächst eigentlich nur zu 50 Prozent decken. Doch die Gasausbeute ist bereits deutlich höher als erwartet.

Quelle: Carola Fritzsche

Dresden. Gute Nachricht für alle Dresdner: Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung der Landeshauptstadt plant bis 2018 keine Gebührenerhöhungen. Das steht im Geschäftsbericht des Unternehmens für das Jahr 2014, der jetzt vorliegt. Der Eigenbetrieb erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein kleines Plus und geht mittelfristig von einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld aus, das einen Verzicht auf Gebührenerhöhungen ermögliche.

Der Eigenbetrieb übernimmt die hoheitlichen Aufgaben bei der Abwasserentsorgung wie das Erstellen der Gebührenbescheide. Für den praktischen Teil der Entsorgung ist die Stadtentwässerung Dresden GmbH verantwortlich, an der die Landeshauptstadt zu 51 Prozent und die Gelsenwasser Dresden GmbH zu 49 Prozent beteiligt sind. Die GmbH erhält dafür ein Betriebsführungsentgelt vom Eigenbetrieb.
Die GmbH hat im vergangenen Jahr laut Geschäftsbericht einen Überschuss von fast 14 Millionen Euro erwirtschaftet. 2014 sei ein normales Geschäftsjahr gewesen, heißt es in dem Dokument. Als Erfolgsmodell hätten sich die beiden Faultürme auf dem Gelände der Kläranlage in Kaditz erwiesen.

Die 2012 in Betrieb genommenen markanten Faultürme sollten den Energiebedarf der Kläranlage zunächst eigentlich nur zu 50 Prozent decken. Doch die Gasausbeute ist bereits deutlich höher als erwartet. Damit sei auch die Menge an erzeugter Elektroenergie gestiegen: Mit der Faulung können bereits mehr als 73 Prozent des Energiebedarfs der Kläranlage gedeckt werden. Die Stadtentwässerung GmbH muss weniger Strom einkaufen, das spart Geld und wirkt sich positiv auf das Betriebsergebnis aus.

Für dieses Jahr rechnet das Entsorgungsunternehmen mit leicht sinkenden Umsätzen. Die Unternehmensplanung gehe von einem Gewinn in Höhe von 11,2 Millionen Euro aus. Im Mittelpunkt stehe weiter das ambitionierte Investitionsprogramm: Wurden 2014 noch 28,9 Millionen Euro in die Anlagen investiert, so soll die Summe für das Jahr 2015 rund 33,7 Millionen Euro betragen. Schwerpunkte seien die Sanierung und Erneuerung des Dresdner Kanalnetzes und der weitere Ausbau der Kläranlage.

In den kommenden Jahren will die GmbH die Kooperation mit Kommunen im Dresdner Umland ausbauen, „um mittelfristig weiterhin wirksame Zusatzerträge zu generieren“, wie es im Geschäftsbericht heißt.

Thomas Baumann-Hartwig

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