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Abschied von Bistum Dresden-Meißen - Alt-Bischof Reinelt feiert mit Gemeinde

Abschied von Bistum Dresden-Meißen - Alt-Bischof Reinelt feiert mit Gemeinde

Dresden. Großer Bahnhof für einen beliebten Hirten: Der frühere Bischof Joachim Reinelt verabschiedet sich an diesem Donnerstag offiziell vom Bistum Dresden-Meißen.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Nach dem Ende der kirchlichen Fastenzeit lädt das Bischöfliche Ordinariat zu Festakt, Pontifikalamt und großem Gemeindefest. „Wir rechnen mit rund 200 Gästen an diesem Tag“, sagte Sprecher Michael Baudisch. Erwartet werden auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und Berlins Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki. Der Niederschlesier Reinelt war nach Stationen als Priester in Sachsen und Thüringen am 20. Februar 1988 mit dem Wahlspruch „Jesus in medio“ zum Bischof geweiht worden. Das geistliche Oberhaupt der mit knapp 140.000 Katholiken drittkleinsten Diözese unter den 27 deutschen Bistümern sah sich dabei auch als Ansprechpartner der rund fünf Millionen Menschen in der zum Bistum gehörenden Region zwischen Kahla (Thüringen) im Westen und Zittau. Zudem war Reinelt jahrelang auch in der Deutschen Bischofskonferenz aktiv.

Mit seinem Ausscheiden endet für das 986 gegründete Bistum eine Ära, die sich auf päpstlichen Wunsch um vier Monate verlängert hatte. Gemäß kirchenrechtlicher Bestimmungen hatte Reinelt vor seinem 75. Geburtstag den Amtsverzicht aus Altersgründen angeboten. Auf Wunsch von Papst Benedikt XVI. aber verlängerte sich sein Dienst um vier Monate, weil damals, Mitte 2011, zwei Bischofsstühle der östlichsten deutschen Kirchenprovinz unbesetzt waren und der Papstbesuch bevorstand.

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Papst Benedikt ist auf kritische Stimmen in der Heimat vorbereitet.

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Joachim Reinelt stand als Bischof 24 Jahre an der Spitze des Bistums Dresden-Meißen.

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Am 20. Februar, genau nach 24 Jahren, wurde mit Reinelt dann einer der dienstältesten Bischöfe Deutschlands aus der Verantwortung gelassen. Der bescheidene und volksnahe Seelsorger nimmt weiterhin noch Aufgaben wahr, die nur ein Bischof machen kann. Hinter den Kulissen laufe die Nachfolgersuche als „sehr verschwiegener Prozess“, sagte Baudisch. Domkapitel und Reinelt konnten Vorschläge machen. Der Heilige Stuhl wählt drei aus, aus denen das Domkapitel zu einem noch unbekannten Zeitpunkt in freier und geheimer Wahl den 49. Bischof von Dresden bestimmt.

Reinelt ist gern Alt-Bischof. „Ich habe nun endlich Zeit, die wunderbare Landschaft und die Kultur unserer Region ausgiebig zu genießen“, sagte er. Bücher liegen zum Lesen bereit, er geht wandern und auf Radtouren. „Ich will nun auch die Regionen Deutschlands und Europas entdecken, die ich zu DDR-Zeiten nicht sehen durfte und danach nicht sehen konnte.“ Im Blick hat er auch den Schreibtisch der bistümlichen Villa am Dresdner Elbufer: „Nicht zuletzt plane ich, meine Vita niederzuschreiben.“

dpa

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