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Ab Montag sollen rund 600 Asylsuchende in Dresdner TU-Turnhallen untergebracht werden

Ab Montag sollen rund 600 Asylsuchende in Dresdner TU-Turnhallen untergebracht werden

Ab Montag sollen rund 600 Asylsuchende in die Turnhallen der Technischen Universität Dresden auf der Nöthnitzer Straße einziehen. In zwei Turnhallen werden seit Donnerstag die Lager mit Feldbetten aufgebaut, eine dritte Halle dient der Essensausgabe und der medizinischen Versorgung.

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Quelle: Julia Vollmer

Das teilte Mandy Taube von der Landesdirektion Sachsen mit. Die Polizei und eine Sicherheitsfirma werden sich um den Schutz der Flüchtlinge kümmern. Ein Zaun soll verhindern, dass Fremde das Gelände betreten. Es soll 52 Duschen und 30 Toiletten im Gelände geben.

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Innenansichten der TU-Dresden-Turnhallen

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Wie lange die Turnhallen als Unterkunft für die Flüchtlinge genutzt werden, sei unklar, so Taube. Fest stehe, dass der Bedarf an Unterkünften weiterhin sehr groß ist. Allein im Juli 2015 mussten 4000 Flüchtlinge in Sachsen untergebracht werden, so Taube. Ingesamt sollen es 20.000 im ganzen Jahr werden.

Die TU-Leitung habe auch erst am Donnerstag davon erfahren, dass ihre Turnhallen als Asylbewerberunterkünfte genutzt werden sollen, so Pressesprecher Mathias Bäumel. „Wir haben zugesichert bekommen, dass es sich um eine befristete Lösung handelt.“ Eine genaue Angabe zu Dauer oder Endpunkt habe aber die Landesdirektion nicht gemacht, weil sie es selbst nicht wüsste.       

Der 1974 errichtete Sportkomplex besteht aus zwei großen, langgestreckten Hallen und einem Verbindungsbau. Um besonders viel Platz zum Sporttreiben zu schaffen, errichtete man in den 1970er Jahren keinen Turnhallen-Typenbau, sondern zwei Typen-Werkshallen. Eine der Hallen wurde 2011 komplettsaniert und bietet seitdem neben Fußbodenheizung, Prallwänden, einer kombinierten Tages- und Kunstlichtbeleuchtung auch eine Kletterwand.  

Auch die neben dem Sportkomplex stehende kleinere Turnhalle wurde am Freitag leergeräumt. Der unsanierte Bau aus dem Jahr 1978 ist laut Bäumel als Versorgungshalle vorgesehen.   Den großen Parkplatz zwischen Sportstätten und Informatikfakultät können die Uni-Mitarbeiter weiter nutzen. Lediglich die den Hallen nächstgelegene Doppelparkreihe sei Einsatzfahrzeugen vorbehalten, so Bäumel.    

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Rund 300 Menschen sind am Freitagabend in Freital für die Rechte von Flüchtlingen auf die Straße gegangen.

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Hunderte Besucher strömten ins einstige Stetzscher Hotel "Lindenhof", in dem künftig bis zu 40 Asylsuchende leben werden.

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In diesem Komplex aus einer DDR- und einer modernen Sporthalle werden die Asylsuchenden vorübergehend untergebracht.

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Sportangebote für Studenten und TU-Mitarbeiter fallen aus

Für die TU Dresden bedeutet die Einrichtung der Notunterkunft: Die Sommer-Sportangebote in den drei Hallen fallen bis auf Weiteres aus. Das betrifft unter anderem Trainingsgruppen für Fußball, Beachfußball und Silat, eine indonesische Kampfkunst. Das Universitätssportzentrum (USZ) habe alle Sportler per E-Mail und Handzettel informiert, sagte TU-Pressesprecher Mathias Bäumel. Sobald sich die Situation rund um die Sporthallen eingepegelt und die USZ-Mitarbeiter wieder mehr Zeit hätten, wolle man sich um Ersatzlösungen bemühen, so Bäumel. Er hoffe, dass das in ein paar Tagen der Fall sein werde. Glücklicherweise könnten im Sommer viele Sportangebote draußen stattfinden, und ohnehin werden nicht so viele Kurse wie während des Semesters angeboten.  

Wenn allerdings das Wintersemester beginnt, hofft die TU, den Sportkomplex wieder selbst nutzen zu können – zum einen, weil wesentlich mehr Kurse stattfinden, zum anderen, weil in den Turnhallen nur eine Temperatur von 18 oder 19 Grad Celsius herrscht. Das sei für Sport ideal, aber zum dauerhaften Wohnen zu niedrig, so Bäumel.

Mindestens eine spontane Einquartierung hat der Sporthallenkomplex schon erlebt: Während des Hochwassers im Juli 2013 wurden 300 Einsatzkräfte aus Hessen in den Räumen untergebracht, auf dem Parkplatz stand ihr Fuhrpark.

Julia Vollmer/Tanja Tröger

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