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Ab 1. August wird das Betreuungsgeld ausgezahlt - Nur 25 Dresdner Familien beantragen bisher die Prämie

Ab 1. August wird das Betreuungsgeld ausgezahlt - Nur 25 Dresdner Familien beantragen bisher die Prämie

Von Anfang an sorgte das als „Herdprämie“ verspottete Betreuungsgeld für Diskussionen unter Eltern und Politiker. Ab dem 1. August können Eltern für ihre ab dem 1. August 2012 geborene Kinder das Betreuungsgeld beantragen.

In Dresden stößt das Betreuungsgeld auf wenig Interesse. Wie die Stadt auf Anfrage von DNN-Online haben bislang lediglich 25 Eltern einen Antrag eingereicht. Die Stadt verweist außerdem auf eine Elternbefragung, in der 86 Prozent der Dresdner Eltern angegeben haben, dass sie für ihre ein- bis unter dreijähriger Kinder einen Kita-Betreuungsplatz beanspruchen werden.

Somit bleiben 14 Prozent der Kinder im entsprechenden Alter, für die Betreuungsgeld in Anspruch genommen werden könnte. Die Verwaltung rechnet als mit maximal 1.600 Kinder für die Prämie beantragt werden könnte.

Für die Beantragung des Betreuungsgeldes hat sich die Dresdnerin Elisabeth Uschner entschieden. Die 27-Jährige brachte ihre Tochter im Dezember 2012 zur Welt. „Ich möchte meine Kinder nicht in die Kinderkrippe schicken, weil ich die ersten 3 Jahre für die Bindung und Entwicklung eines Kindes als sehr wichtig und prägend für sein weiteres Leben erachte und ich diese Zeit, die viel zu schnell vergeht, ganz nah miterleben möchte.“ Da sie sowieso mit dem großen Kind noch in Elternzeit zu Hause ist, kommt der Hebamme das Betreuungsgeld ganz gelegen und helfe auch etwas wirtschaften.

„Mit drei Jahren sollen die Kinder dann in den Kindergarten gehen, dass sie sozialen Umgang mit anderen Kindern haben, spielerisch mehr gefördert werden als man das zu Hause mit ihnen machen kann und sich auch langsam etwas abnabeln“, erzählt Elisabeth Uschner. Für die künftige Betreuung ihrer Kinder wünscht sich die Dresdnerin einen guten Personalschlüssel, ein gesundes und vollwertiges Essen bekommen und viel frische Luft.

Kristin Brun, Kindergärtnerin in der ASB-Kita „Zur Bimmelbahn“ in Radebeul sieht die „Herdprämie“ kritisch: „Ich halte diese Einführung für totalen Quatsch. Meiner Ansicht nach, bleiben nur Eltern länger zuhause, die das ohnehin vorhatten“. Und weiter: „Man muss endlich davon abkommen, Kitas als bloße Aufbewahrungsanstalten anzusehen. Wir verstehen unsere Arbeit als Bildungsauftrag. Bei uns lernen die Kinder neben sozialen Kompetenzen auch Lieder, Spiele und werden motorisch gefördert.

Wie die Stadt mitteilte, soll das Geld diejenigen Eltern unterstützen, die eine Alternative zur Kindertagesstätte wünschen und deshalb die Betreuung ihres ein- oder zweijährigen Kindes selbst übernehmen oder familiär organisieren. Die Anträge werden im Jugendamt, Sachgebiet Elterngeld/Erziehungsgeld, Telefon (03 51) 4 88 47 77, bearbeitet.Der Antrag und das Merkblatt zum Betreuungsgeld stehen unter dresden.de/betreuungsgeld zum Download bereit. In Sachsen werden vorerst Landeserziehungsgeld und das Betreuungsgeld weiter nebeneinander bestehen bleiben, so die Stadt.

Julia Vollmer

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