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AG 13. Februar will den Heidefriedhof zum "Lernort" machen

AG 13. Februar will den Heidefriedhof zum "Lernort" machen

Der Heidefriedhof könnte ein "Lernort" werden. Dort soll man künftig aus der Geschichte Dresdens lernen können und zugleich begreifen, wie sich auf dem Friedhof Dresdner Geschichte darstellt.

Es solle die "widersprüchliche Entstehungsgeschichte der Memorialanlagen" interpretiert werden, sagte gestern Matthias Neutzner, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) 13. Februar 1945, einer der Gruppen, die zur Arbeitsgemeinschaft (AG) 13. Februar gehören. Die IG bemüht sich "mit großer Intensität und hoher Sachkunde" um den Heidefriedhof und das, was dort Jahr für Jahr am 13. Februar passiert, so Neutzner. Eine "neue inhaltliche Ausrichtung" und ein "anderer Ablauf" seien schon jetzt greifbare Ergebnisse. So werden dort keine Kränze mehr niedergelegt, sondern weiße Rosen. Sie gelten am 13. Februar als "Zeichen für die Überwindung von Krieg, Rassismus und Gewalt", so die Stadtverwaltung. Laut Neutzner ist auch daran gedacht, im nächsten Jahr "an die Toten der Luftangriffe an den konkreten Grabstellen" zu erinnern.

Die Stadt hat gestern den Aufruf für die Menschenkette am 13. Februar des nächsten Jahres veröffentlicht. Frank Richter, Moderator der AG 13. Februar, erklärte dazu, der Aufruf sei am Dienstagabend einstimmig beschlossen worden. Nun werden wenigstens 150 Ordner gesucht, die an diesem Tag helfen, die Kette zu bilden. Sie soll wie schon in diesem Jahr um die Altstadt entstehen. Eine zusätzliche Linie auf der Brühlschen Terrasse ist für den Fall angedacht, dass sich wie am 13. Februar 2012 wieder deutlich mehr Menschen beteiligen als nötig sind, um die Kette zu schließen. Der Zeitablauf bleibt wie in diesem Jahr: Zunächst spricht die Oberbürgermeisterin um 17 Uhr am Rathaus, dann soll sich die Menschenkette bilden und sich um 18 Uhr schließen. Dabei läuten die Dresdner Kirchenglocken.

Auch die Postkarten soll es wieder geben, die in diesem Jahr erstmals verteilt wurden und von Deutschen zerstörte Städte zeigen. 2012 gab es zwei Motive, eines aus Rotterdam und eines aus Warschau. "Warum?" stand jeweils in Landessprache und in deutscher Sprache auf den Fotos. Sie wurden in die Rathäuser beider Städte geschickt. Welche Städte die Karten für 2013 zeigen, steht Richter zufolge noch nicht fest.

Parallel zu den Vorbereitungen der AG 13. Februar für die Veranstaltungen in knapp zwei Monaten plant die Arbeitsgemeinschaft am 8. Januar ein Treffen mit Mitstreitern des "Bündnisses Nazifrei".

www.13februar.dresden.de

Der Aufruf (Auszug)

Die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden lädt gemeinsam mit den Fraktionen des Stadtrates, Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur, Sport, Gewerkschaften und Kirchen, mit der Jüdischen Gemeinde und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren alle Bürgerinnen und Bürger zum gemeinsamen kraftvollen Handeln am 13. Februar 2013:

Aus Anlass der Bombenangriffe auf Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 und mit Blick auf die Geschichte unserer Stadt erinnern wir an die Opfer von Nationalsozialismus und Krieg. Gleichzeitig sind wir täglich gefordert, uns für eine friedliche und menschenwürdige Gesellschaft einzusetzen...

Wir alle sind verantwortlich für unsere Stadt und die Gesellschaft, in der wir leben. Bei aller Unterschiedlichkeit verbindet uns der Respekt vor der Würde jedes Menschen...

Wir rufen dazu auf, gemeinsam zu handeln: Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger und auch die Gäste unserer Stadt ein

Zur Menschenkette am 13. Februar 2013

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.12.2012

C. Springer

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