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700 freie Plätze: Dresden hat beim Thema Asyl endlich Luft

Unterkünfte 700 freie Plätze: Dresden hat beim Thema Asyl endlich Luft

Die Stadt Dresden hat bei der Unterbringung von Asylsuchenden vorerst die größten Probleme überstanden. Wie Asyl-Projektmanager Sven Mania am Donnerstag informierte, verfügt die Stadtverwaltung aktuell über rund 700 freie Betten. Ende 2015 reichten die freien Kapazitäten meist nur von Woche zu Woche.

Blick in ein Vierbettzimmer in der Katharinenstraße

Quelle: Archiv

Dresden.  Die Stadt Dresden hat bei der Unterbringung von Asylsuchenden vorerst die größten Probleme überstanden. Wie Asyl-Projektmanager Sven Mania am Donnerstag informierte, verfügt die Stadtverwaltung aktuell über rund 700 freie Betten. Ende 2015 reichten die freien Kapazitäten meist nur von Woche zu Woche, damals mussten gar drei Turnhallen kurzfristig als Notunterkünfte freigeräumt werden.

Inzwischen ist die Lage für die Asyl-Planer der Stadt deutlich komfortabler. Das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen werden nach und nach geplante Unterkünfte fertig, so die kürzlich in Betrieb genommene Einrichtung auf der Altenberger Straße oder das ehemalige Hotel „Prinz Eugen“ in Laubegast, das ab Juni bezogen werden soll.

Zum anderen ist die Zahl der Neuankömmlinge deutlich gesunken. Musste die Verwaltung im Herbst noch mehr als 100 Menschen pro Woche einquartieren, sind es inzwischen meist deutlich weniger als 50. In der laufenden Woche musste die Stadtverwaltung gar keine neuen Geflüchteten aufnehmen.

Trotzdem steigt die Zahl der Asylsuchenden weiter. Die Hoffnung, dass das Bundesamt für Migration und Flucht (BAMF) die Anträge so schnell bearbeitet, dass irgendwann mehr Menschen aus den Übergangsquartieren aus- als einziehen, habe sich noch nicht erfüllt, so Sven Mania. Denn die Plätze sind nur für diejenigen da, deren Asylantrag noch nicht beschieden ist. Wurde den Menschen Asyl gewährt, müssen sie sich eine eigene Wohnung suchen.

Aktuell verfügt die Stadt über rund 6200 Schlafplätze, zum Teil in angemieteten Wohnungen, zum Teil in Gemeinschaftsunterkünften wie auf der Katharinenstraße, der Boxberger Straße oder der Florian-Geyer-Straße. Rund 5500 davon sind belegt, etwa 700 stehen aktuell frei. Das seien aber nur ungenaue Zahlen, da zum Beispiel nicht jede Wohnung voll belegt werden könne. Wenn sich beispielsweise zwei Familien eine Wohnung teilen, könne darin rechnerisch noch Platz für eine weitere Person sein – das werde dann aber nicht ausgeschöpft.

Vorwürfe, dass die Stadt bei den aktuellen Kapazitäten keine neuen Unterkünfte in Betrieb nehmen brauche, weist Sven Mania entschieden zurück. Es sei völlig unklar, wie sich die Lage über den Sommer und Herbst entwickle. Er rechne wieder mit steigenden Zahlen. Darauf müsse die Stadt vorbereitet sein.

Von S. Lohse

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