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61 Millionen Euro für Wohnungen am Postplatz - CG-Gruppe will Reste der Oberpostdirektion bebauen

61 Millionen Euro für Wohnungen am Postplatz - CG-Gruppe will Reste der Oberpostdirektion bebauen

Die Oberpostdirektion hat bis 1945 das Gesicht des Postplatzes geprägt. Das monumentale Gebäude mit seiner markanten Straßenfront und den beiden Eckbauten ging in den Bombenangriffen im Februar 1945 unter.

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Quelle: Archiv

Jetzt soll die Oberpostdirektion wieder auferstehen: Die in Leipzig ansässige CG-Gruppe will auf dem 7688 Quadratmeter großen Grundstück der Oberpostdirektion einen Gebäudekomplex mit 241 Wohnungen, Läden, Gastronomie und 151 Tiefgaragenstellplätzen errichten. Wie der Dresdner CG-Niederlassungsleiter Bert Wilde gegenüber DNN erklärte, beträgt die Investitionssumme rund 61 Millionen Euro.

„Der Postplatz wird vielfach nur kritisch gesehen“, erklärt Wilde. „Wir wollen die zentrale innerstädtische Fläche mit unserem Projekt beleben.“ Mit Pott Architects Berlin/London habe die CG-Gruppe ein Büro verpflichtet, das hochwertige Architektur garantiere. „Der Entwurf fügt sich in die CG-Philosophie ein, wonach wir Teile des Altbaus in das Neubauvorhaben integrieren“, erklärt Wilde.

Die CG-Gruppe habe eine Denkmalbefreiung erhalten und könne die Überreste der Oberpostdirektion komplett abreißen. „Aber wir wollen die Symbiose von Alt und Neu.“ Deshalb würden zwei Flügel erhalten bleiben und mit zusätzlichen Geschossen erweitert. Da der Gebäudekomplex eine U-Form erhalten soll, werde an der Annenstraße ein Neubau errichtet. Man werde dabei viel mit Sandstein und einer feingliedrigen Fassade arbeiten, verspricht Wilde.

Größtes Problem bei dem Bauvorhaben ist der Untergrund, erklärte der Niederlassungsleiter. Im Erdreich seien mehrere Hauptleitungen der Telekom verlegt, die nicht einfach so herausgezogen und neuverlegt werden könnten. „Da suchen wir noch nach technischen Lösungen, wie wir die Leitungen während der Erdarbeiten so sichern, dass sie liegen bleiben können“, so der Niederlassungsleiter.

18 455 Quadratmeter Wohnfläche sollen in dem Vorhaben entstehen, die voll vermietet werden. Der Schwerpunkt liege auf kleineren Apartments im Bereich zwischen 30 und 70 Quadratmetern sowie auf familienfreundlichen Drei- bis Fünfzimmerwohnungen. Die Wohnungen würden hochwertig ausgestattet, die Mietpreise bei zehn Euro pro Quadratmeter beginnen. „Das Wohnumfeld am Postplatz ist großartig. Wo in Deutschland können sie in so einer Lage zu dem Preis eine Wohnung mieten?“, fragt Bert Wilde.

Den Bauantrag will die CG-Gruppe bis Ende Mai bei der Stadtverwaltung einreichen. „Wir hoffen darauf, im September oder Oktober mit den ersten Abbrucharbeiten beginnen zu können.“ 2018 sollen die Wohnungen an ihre Mieter übergeben werden. Bis dahin dürfte das Projekt an einen institutionellen Kapitalanleger wie eine Versicherung oder ein Pensionsfonds verkauft worden sein. „Wir glauben an den Standort Dresden und seine Potenziale“ so der Niederlassungsleiter. Deshalb werde die Oberpostdirektion nicht das letzte Vorhaben der CG-Gruppe in der Landeshauptstadt bleiben. „Wir haben vor, in den nächsten Jahren mehr als 200 Millionen Euro in Dresden zu investieren“, kündigt Wilde an.

Thomas Baumann-Hartwig

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