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57-Tonnen-Bahn erfasste Passanten

57-Tonnen-Bahn erfasste Passanten

Die Horror-Vorstellung für jeden Fahrer einer Straßenbahn: Der Fahrgastwechsel an der Haltestelle ist vorbei, ein Blick in den Spiegel, um die Türen zu schließen - und just in dem Moment will ein Passant über die Schienen, stolpert, ist nicht mehr in Sichthöhe und wird von dem anfahrenden Zug erfasst.

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Gestern morgen gegen 4.20 Uhr in Plauen: Die Feuerwehr musste eine Straßenbahn anheben, um einen eingeklemmten Passanten zu befreien.

Quelle: Brennpunktfoto

Von Ralf Redemund

So etwa muss es sich gestern um 4 Uhr in der Frühe an der Haltestelle "Nöthnitzer Straße" in Richtung Stadtzentrum zugetragen haben.

Die knapp 57 Tonnen schwere Bahn der Linie 3 aus Coschütz hat gestern Morgen beim Anfahren einen von der linken Seite kommenden 24-Jährigen erfasst. Der 58-jährige Fahrer reagierte geistesgegenwärtig, bremste, doch zu spät: Der junge Mann war bereits zwischen Bahn und Bordstein eingeklemmt. Die Berufsfeuerwehr der Wachen Löbtau und Neustadt musste mit schwerem Gerät anrücken, um die Bahn vom Typ NGT D12 DD hydraulisch anzuheben und den Dresdner aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Der Angefahrene kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die Münchner Straße war in stadtwärtiger Richtung eine Stunde lang gesperrt. Auch die Straßenbahn fuhr bis 5.10 Uhr nicht. Allerdings wurde der Verkehr fortgesetzt - mit drei Bussen, wie Sprecher Falk Lösch von den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) mitteilte. Die Wagen der Linie 3 fuhren unterdessen über die Strecke zum Nürnberger Ei. Zu Staus sei es um diese Zeit nicht gekommen, da der Verkehr nicht so massiv gewesen sei, sagte Lösch.

Die genauen Umstände, warum und wie der 24-Jährige unter das erste Drehgestell der Tram geraten konnte, werden noch untersucht. Die Unfallstelle ist wegen der Kurvenlage und einem Betriebsgebäude unübersichtlich. Ob der junge Mann behindert gewesen sei, mochte die Polizei nicht bestätigen. Zu den Hintergründen des Unfalls werde noch ermittelt, hieß es. Die Polizei sucht dafür Zeugen, um den Hergang noch besser rekonstruieren zu können. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter Tel. 4 83 22 33 entgegen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.11.2011

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