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50 aktuelle Masernfälle in Dresden: 19 Neuinfektionen in der vergangenen Woche

50 aktuelle Masernfälle in Dresden: 19 Neuinfektionen in der vergangenen Woche

Ein Ende der Masernwelle in Dresden ist noch nicht absehbar. Das Gesundheitsamt meldet Stand Montag 50 Fälle im Stadtgebiet. Danach sind seit der vergangenen Woche noch einmal 19 Fälle dazu gekommen.

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Quelle: dpa

Das Gesundheitsamt hat nach eigenen Angaben bisher 444 Besuchs- und Tätigkeitsverbote an Kinder und Lehrkräfte verhängt, 25 Personen sind während dieser Zeit erkrankt, nachdem sie mit einem Infizierten Kontakt hatten.

Wie die DNN bereits berichteten, leben die meisten Erkrankten in der Neustadt, aber Einzelfälle gibt es laut Jens Heimann, Leiter des Gesundheitsamtes, in der ganzen Stadt.Nach wie vor gibt es mit 31 Erkrankten die meisten an der freien Waldorfschule in der Neustadt. Geschäftsführer Holger Kehler sieht die Lage allerdings nicht mehr ganz so kritisch wie in der vergangenen Woche. „Es fühlt sich fast ein bisschen nach Entspannung an, dass zu den 31 Fällen der letzten Woche keine weiteren dazu gekommen sind. Gefühlt, anders kann ich es nicht sagen, klingt die Masernwelle nun langsam ab“, so Kehler. Zahlreiche Schul-Besuchsverbote für seine Schüler seien am Freitag ausgelaufen und die Kinder seit Montag wieder in der Einrichtung. „Wir stehen in täglichen Telefonkontakt mit dem Gesundheitsamt und hoffen, dass sich die Lage in den Osterferien noch weiter entspannt“, sagte der Geschäftsführer der Schule.

Neben der Waldorfschule sind weiterhin drei Schulen und eine Kita betroffen. Welche Einrichtungen das sind, bleibt weiter unklar. Die Sprecherin der Sächsischen Bildungsagentur Katrin Reis hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass keine städtischen Schulen betroffen sind. Auf Anfrage der DNN haben sowohl die Freie Alternativschule als auch die Freie Evangelische Schule mitgeteilt, dass in ihren Einrichtungen keine Erkrankten zu vermelden sind. Auch die Kindertageseinrichtungen der freien Träger Malvina, Montessori und Cocolores e.V. vermelden keine Masernfälle. Lediglich die Montessori-Schule wollte sich auf Anfrage nicht zu einem Auftreten des Virus in ihrer Einrichtung äußern.

Mit Sorge blickt Knut Köhler von der Sächsischen Landesärztekammer auf den aktuellen Anstieg der Infektionen. „50 Fälle sind eine enorme Zunahme im Vergleich zu den fünf Fällen im gesamten Jahr 2014. Nach wie vor können wir den Eltern nur dringend zu den zwei empfohlenen Schutzimpfungen raten“, so der Sprecher.

Köhler warnte davor, Masern als Kinderkrankheit einzustufen und verwies auf Komplikationen wie Gehirn- oder Mittelohrentzündungen. Im schlimmsten Fall kann der Virus tödlich enden. Kommt ein Kind mit einem Infizierten in Kontakt, könne eine nichterfolgte Impfung noch nachgeholt werden. Allerdings nur, wenn sich der Nachwuchs noch nicht mit dem Masernvirus infiziert hat, sonst ist die Spritz wirkungslos, so Knut Köhler.

Julia Vollmer

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