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41 neue Stolpersteine in Dresden: Tante von Gerhard Richter erhält kleine Gedenktafel

41 neue Stolpersteine in Dresden: Tante von Gerhard Richter erhält kleine Gedenktafel

Dresden erhält 41 neue Stolpersteine, die an Opfer von NS-Verbrechen erinnern. Wie die Stiftung Sächsische Gedenkstätten mitteilt, werden die Steine am 26. Oktober und 25. November verlegt.

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Stolpersteine im Straßenpflaster - hier für die Leipziger Julius und Rosalie Krause erinnern an die Opfer der NS-Verfolgung.

Quelle: André Kempner

Sie erinnern an das Schicksal von Dresdner Frauen, Männern und Kindern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.

Zu den Opfern, denen nun gedacht werden soll, zählen auch die Künstlerin Elfriede Lohse-Wächtler und Marianne Schönfelder, deren Schicksal durch ihren berühmten Neffen Gerhard Richter bekannt wurde. Beide Frauen fielen dem nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programm zum Opfer.

Die damals 27 Jahre alte Marianne Schweidnitz starb am 16. Februar 1945 in der Pflegeanstalt Großschweidnitz an einer Medikamentenvergiftung. Ihr Neffe, der Künstler Gerhard Richter, malte 1965 nach einem alten Foto das berühmte Gemälde „Tante Marianne“. Eine kleine Gedenktafel aus Messing wird am 25. November auf der Köpckestraße 1 nahe ihres heute nicht mehr vorhandenen Wohnhauses in den Boden eingelassen.

Die Künstlerin Elfriede Lohse-Wächtler habe nach ihrem Studium an der Dresdner Kunstakademie ein eigenständiges modernes Werk zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit geschaffen, schätzen Experten der Stiftung Sächsische Gedenkstätten ein. Wegen einer psychischen Erkrankung musste sie ab 1932 in der Heil- und Pflegeanstalt Arnsdorf leben. Am 31. Juli 1940 wurde sie in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ermordet. Ab dem 25. November wird ein Stolperstein vor ihrem Elternhaus an der Voglerstraße in Dresden-Striesen an sie erinnern.

Die Stolpersteine erinnern vor der letzten frei gewählten Wohnstätte dauerhaft an Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes, die aufgrund ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung oder politischen Gesinnung ihr Leben verloren haben. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 750 Orten Deutschlands und der Nachbarländer. In Dresden organisiert der Verein Stolpersteine für Dresden die Verlegung der Gedenkplatten. Bisher gibt es in Dresden 24 Stolpersteine. Sie wurden im November 2009 und im Juni 2011 verlegt.

Uwe Hofmann

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