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384 Hobbysportler rudern zum 6. Mal in Dresden zugunsten Krebserkrankter

„Rudern gegen Krebs“ 384 Hobbysportler rudern zum 6. Mal in Dresden zugunsten Krebserkrankter

24.000 Euro erzielte die Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ im Sommer 2015 – diese Summe soll dieses Jahr übertroffenen werden. 96 Vierer-Teams mit 384 Hobbysportler rudern am 3. September auf der Elbe zugunsten von Krebspatienten. Die Stiftung „Leben mit Krebs“ initiiert zum sechsten Mal in Folge die Regatta in Dresden.

Vollen Einsatz für die Benefiz-Regatta zeigt das Organisationsteam aus Antje Herrmann, Ingrid Andersch, Susanne Engmann, Holger Ostermeyer, Reinhard Kretzschmar, Frederike Stölzel, Hartmut Elsner sowie Klaus Schrott (v.l.).
 

Quelle: Uniklinikum/Felix Koopmann

Dresden.  24.000 Euro erzielte die Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ im Sommer 2015 – diese Summe soll in diesem Jahr noch übertroffen werden. 96 Vierer-Teams mit 384 Hobbysportlern rudern am 3. September auf der Elbe zugunsten von Krebspatienten. Die Stiftung „Leben mit Krebs“ initiiert zum sechsten Mal in Folge die Regatta in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, der Dresden International University und dem Sächsischen Elbe-Regattaverein. Die fünf Vorgänger-Regatten konnten 77 000 Euro für acht Projekte einnehmen, mit dem diesjährigen Teilnehmerrekord verspricht die Veranstaltung ein voller Erfolg zu werden.

„Für uns als Universitätsklinikum steht es außer Frage, uns hinter die Benefiz-Regatta zu stellen“, erklärt der Pressesprecher des Uniklinkums, Holger Ostermeyer. „Bei uns werden die Krebspatienten diagnostiziert und behandelt.“ Leider komme die Nach- und Vorsorge zu kurz, da die Krankenkassen die Kosten nicht übernehmen würden, so Ostermeyer. Hier sei das Geld der Sponsoren, Teilnehmer und Spender von Nöten.

Dieses Jahr werden die Ausbildung von Yoga-Trainern für Brustkrebskranke, Koch- und Ernährungskurse für Krebspatienten und Bewegungsprojekte sowie Ferienlager in der Nachsorge krebserkrankter Jugendlicher mit den Einnahmen gefördert. Aktuelle Untersuchungsergebnisse belegen, dass mit sportlicher Aktivität die Einschränkungen durch die Erkrankung während und nach der Therapie besser überwunden werden können. Nach der Chemotherapie bei den Patienten die Lust am Essen zu wecken, gibt ihnen ein Stück Lebensqualität zurück und eine gesunde Ernährung schützt wirksam vor Rückfällen.

„Die Regatta findet nicht nur am 3. September statt. Der Aufwand ist so groß, dass eigentlich 365 Tage im Jahr Rudern gegen Krebs ist“, beschreibt Reinhardt Kreztschmar von der Dresden International University die Herausforderungen des Events. Kretzschmar engagiert sich zum sechsten Mal als Organisator der Regatta.

Insgesamt sechs Rudervereine von Pirna bis Meißen haben sich organisiert, um im Vorfeld die Hobbyathleten fit für die Elbe zu machen: Die Ruderanfänger lernten in den Vereinshäusern seit Juli die grundlegenden Techniken, Schifffahrtsregeln und die Besonderheiten der Elbe kennen. Die Elbe ist eine Bundeswasserstraße und 20 Ruderboote müssen abseits der Fahrrinne ihren Platz finden. Damit alles reibungslos klappt stehen mehr als 100 Helfer aus den Vereinen und von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zur Absicherung des Events bereit. Auch die Rudervereine und der Breitensport profitieren. Viele Teams sind schon jahrelang dabei und mancher Teilnehmer entdeckt seine Leideinschaft für den Wassersport – und Bewegung ist bekanntlich gesund.

Die Regatta findet am 3. September, von 9 bis 17 Uhr statt. Start ist am Haus des Rudervereins Dresden auf der Tolkewitzer Straße 45. Von dort geht es etwa 400 Meter flussabwärts in Richtung Blaues Wunder. Gestartet wird in drei Klassen: „Frauen“, „Männer“ und „Mixed“. Die frühere Oberbürgermeisterin Helma Orosz übernimmt zum fünften Mal die Schirmherrschaft.

Von Paul Felix Michaelis

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