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36-Million-Euro-Vision für Dresdner Fernsehturm vorgestellt

36-Million-Euro-Vision für Dresdner Fernsehturm vorgestellt

Einfach einen Kaffee trinken und den Blick vom Dresdner Fernsehturm-Café über das Elbtal genießen. Das klingt so simpel, dass auch Eberhard Mittag klar ist, dass für eine Wiedereröffnung des 252-Meter-Turms mehr erforderlich ist, als ein Café in luftiger Höhe.

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Die Visionäre wünschen sich eine Seilbahn zum Dresdner Fernsehturm.

Quelle: Verein Fernsehturm Dresden e.V.

Darum stellte Mittag, Vorsitzender des Fernsehturm Dresden e.V., gestern mit Vereinskollegen ein umfassendes Exposé vor. Die enthaltende Vision ist zusammengefasst ein Großprojekt für mindestens 36 Millionen Euro.

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So könnte das Areal um den 252-Meter-Turm aussehen.

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Vision Teil 1 : Café und Turmbesichtigung

Drei Einzelprojekte sollen die Basis zum gemeinsamen rentablen Betrieb stellen. Im Zentrum steht der Turm mit der Sanierung des Cafés und der Besichtigungsplattform. „Es geht um die Renaissance des Turmcafés“, so Verfasser Klaus Martin. Allein hier müssten der Schätzung nach rund 12 Millionen Euro in den Turm investiert werden. „Nur das Café lohnt sich wirtschaftlich nicht“, stellte er klar. Da der Turm im Besitz der Deutschen Telekom ist, die laut Verein eine Ortsbegehung verweigerte, blieb eine weitere Abstimmung über Details bislang aus. Die Telekom benannte demnach nur die Kosten für den notwendigen Brandschutz und neue Aufzüge. Diese Summe beläuft sich auf 8 bis 12 Millionen Euro. Die Macher kalkulieren hier mit rund 230.000 Besuchern, die pro Jahr auf dem Turm steigen könnten.

Die Deutsche Telekom distanzierte sich gestern wiederholt von einer möglichen eigenen Beteiligung. „Wie wir seit Jahren sagen: Wenn sich ein Investor mit einem tragfähigen Konzept findet, würden wir uns mit dem Investor zusammensetzen und nach Wegen der Realisierung suchen. Eine finanzielle Beteiligung an einer Gaststätte im Turm kommt für die Telekom hingegen nicht in Frage, denn wir sind ein Telekommunikationsunternehmen“, so ein Sprecher auf Anfrage von DNN-Online.

Vision Teil 2 : Seilbahn über die Elbe

Der zweite Wunsch der Visionäre ist eine Seilbahn über die Elbe. Die kostet laut dem angefragten Hersteller Doppelmayr rund 10 bis 12 Millionen Euro und könnte pro Stunde zwischen 500 bis 5000 Menschen transportieren. Eine Herkulesaufgabe für dieses Vorhaben dürfte bereits die Standortwahl sein. Im Exposé schlagen die Macher die obere Elbwiese am Trollweg oder den Straßenbahnhof Tolkewitz vor. Hier stünde das Landschaftsschutzgebiet der Elbwiesen oder der Friedhof Tolkewitz im Wege. „Unsere Vorschläge sind als einfache Ideen zu verstehen, wir können nur Vorschläge benennen, die konkret ganz anders aussehen dürfen“, beruhigt Mittag. Er möchte seine Ideen auch gerne mit den Anwohnern teilen und in Ortschaftsausschüssen vorstellen.

Vision Teil 3: „Televersum“

Auch die dritte Säule des Gesamtprojekts erscheint äußerst kühn. Ein futuristisches Gebäude mit dem Arbeitstitel „Televersum“ soll die Besucher am Fuße des Fernsehturms empfangen. „Es wird seine Besucher begeistern mit populärwissenschaftlichen Exponaten, die sie hautnah erleben und dabei selbst aktiv werden lässt“, heißt es vielversprechend im Entwurf. Für den Bau des futuristischen Hauses veranschlagt der Verein etwa 12 Millionen Euro und kalkuliert mit rund 320.000 Besuchern im Jahr.

Für Mittag ist das Projekt mehr als ein kühner Traum. „Dieses Eposé ist das Extrakt von zehn Jahren Arbeit. Wir sind Ideengeber und können unsere Vision nicht alleine umsetzen. Deshalb hoffen wir auf eine Unterstützung seitens der Stadt, der Politik und der Bevölkerung“, sagte Mittag. Zuletzt hatte der Verein eine Petition mit 28.000 Unterschriften in der Sächsischen Staatskanzlei übergeben und dort den Rücken gestärkt bekommen. Im Landtag könnte das Thema durch eine Kleine Anfrage auf die politische Bühne gehoben werden. Jetzt hofft der Verein auf weitere Unterstützer, die sich für eine Machbarkeitsstudie einsetzen. Deren Ergebnis könnte das tatsächliche Potenzial der kühnen Wünsche einordnen oder die Visionäre auf den Boden der Tatsachen holen.

Dominik Brüggemann

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